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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Wer trägt die Verantwortung?

11.10.2018

Meppen /Stavern Der Brand im Staverner Moor mag gelöscht sein, die Aufarbeitung des Vorfalls steht jedoch erst am Anfang. Gleich mehrere wichtige Sätze sprach in diesem Zusammenhang am Mittwoch der Leiter der Bundeswehr-Feuerwehren, Andreas Sagurna.

Auf einer Pressekonferenz auf dem Schießgelände in Meppen räumte er auf Nachfrage ein, dass erst 14 Tage nach Ausbruch des Feuers überhaupt jemand auf die Idee gekommen war, die Luftbelastung zu messen. Außerdem unterstrich Sagurna am Mittwoch, dass auch die nach dem 18. September von der Bundeswehr veranlassten Messungen einzig und allein dem Schutz der eigenen Soldaten und der von der Bundeswehr angeforderten Einsatzkräfte dienen sollten. Sie fanden daher auch alle entweder auf dem Gelände der Bundeswehr oder an Stellen, wo Hilfskräfte im Einsatz waren, statt. Denn nur für diesen Personenkreis sah sich die Truppe während der ganzen Zeit des Moorbrandes in der Verantwortung. Einer dieser Messpunkte war am Abend des 18. September die Ortsmitte von Groß-Stavern, weil dort die Einsatzleitstelle des THW stationiert war. Und genau dort wurde eine erhöhte Belastung gemessen.

Um die Gesundheit der dort lebenden Zivilbevölkerung hätten sich eigentlich die Verantwortlichen des Landkreises Emsland kümmern müssen, doch auch die blieben bis zum 18. September untätig. Erst als die Bundeswehr sich am 19. September von sich aus an den Landkreis wendete, erfuhren die Kreisbediensteten von den Grenzwertüberschreitungen, die bei den Messungen der Leerer Feuerwehr festgestellt worden waren. Die Einsatzleitung des THW war zu diesem Zeitpunkt bereits wegen der starken Rauchentwicklung nach Meppen verlegt worden.

Wegen der Versäumnisse in den ersten 14 Tages des Moorbrandes wird wohl nie mit Sicherheit zu klären sein, wie gesundheitsbelastend das brennende Moor für die Menschen im benachbarten Stavern war. Wie der „Rundblick“ berichtet soll das Innenministerium in Hannover nun immerhin die Kommunen angewiesen haben, die Namen der eingesetzten Hilfskräfte zu übermitteln. Sollten diese später erkranken, wäre ein Rückschluss auf ihre Beteiligung an dem Einsatz im Meppener Moor möglich.

Jörg Jung
Redakteur
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2084

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