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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

21.09.2018

Meppen /Stavern Wegen des Moorbrandes auf einem Übungsgelände der Bundeswehr bei Meppen hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt eingeleitet. „Da kommen Branddelikte in Betracht, insbesondere die Brandstiftung und möglicherweise auch Umweltdelikte, wenn besonders geschützte Gebiete wie Naturschutzgebiete betroffen sind“, sagte Sprecher Alexander Retemeyer am Donnerstag.

Seine Behörde werde Kontakt zur Bundeswehr aufnehmen, um sich einen Überblick über die Hintergründe des Feuers zu verschaffen. Retemeyer zufolge hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgrund der Medienberichterstattung eingeleitet. „Es sollen auch Strafanzeigen unterwegs sein, die haben wir noch nicht gesehen“, sagte der Sprecher. Da die Staatsanwaltschaft nicht gegen Firmen oder Institutionen ermitteln könne, richte sich das Verfahren zunächst gegen unbekannt. Über die Ermittlungen hatte zuvor der NDR berichtet.

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Die Bundeswehr hat nach Angaben von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) die Landesbehörden bislang nicht offiziell über den Ausbruch eines Moorbrandes auf einem Übungsgelände bei Meppen informiert. Inoffiziell habe das Kompetenzzentrum Großschadenslagen des Innenministeriums am 13. September durch die Anforderung von Feuerwehrmaterial davon erfahren, sagte Pistorius am Donnerstag im Innenausschuss des Landtages. „Die Informationspolitik der Bundeswehr ist nicht nachvollziehbar.“ Zuvor hatte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ über die Kritik von Pistorius berichtet. Dem Bericht zufolge betonte der Minister, Kommunikation und Zusammenarbeit hätten sich inzwischen verbessert. Die Bundeswehr habe aber weiter die Hoheit über den Einsatz.

Nach Angaben von Pistorius soll heute ein Hubschrauber mit eine Wärmebildkamera das Gelände absuchen. Am Nachmittag wollte Pistorius nach Meppen reisen, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

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Niedersachsens Grüne verlangen von der Landesregierung die Bildung eines Krisenstabs. „Es handelt sich um eine Großschadenssituation und eine der größten Brandkatastrophen in der Geschichte des Landes“, sagte Vize-Fraktionschef Christian Meyer am Donnerstag. Es reiche nicht aus, wenn Ministerpräsident Stephan Weil, Umweltminister Olaf Lies, und Innenminister Boris Pistorius (alle SPD) die Situation beklagen würden, rügte die Fraktionsvorsitzende Anja Piel. „Sie sollten endlich Verantwortung für diese Krise übernehmen.“ So müsse Weil darauf dringen, dass sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) einschalte.

Der Brand wurde durch Raketentests Anfang September ausgelöst und hat sich inzwischen auf eine Fläche von mehr als 1000 Fußballfeldern ausgedehnt. Einer Bundeswehrsprecherin zufolge ist die Lage inzwischen unter Kontrolle. Am Donnerstagvormittag waren mehr als 1000 Einsatzkräfte vor Ort, um den Brand zu löschen. Feuerwehrleute der Bundeswehr, zivile Feuerwehren, das Technische Hilfswerk, Spezialpioniere und Heeresaufklärer arbeiteten gemeinsam gegen die Flammen. Der Sprecherin zufolge ist die Lage unter Kontrolle und die Wasserversorgung zur Brandbekämpfung stabil. Sie verwies auf Luftmessungen, nach denen der Rauch keine Gesundheitsgefahr darstelle. Weitere Messungen würden folgen.

Lesen Sie mehr zum Moorbrand in Meppen unter www.NWZonline.de/moorbrand-meppen

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