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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Messerstecherin muss in Haft bleiben

16.07.2013

Delmenhorst /Oldenburg Weil sie die hochschwangere Freundin ihres Bruders mit acht Messerstichen in den Unterleib niedergemetzelt hat, muss eine 19 Jahre alte Heranwachsende aus Delmenhorst wegen versuchten Mordes und Schwangerschaftsabbruchs in einem besonders schweren Fall für sechs Jahre ins Gefängnis. Ein entsprechendes Urteil der Großen Jugendkammer des Oldenburger Landgerichts hat der Bundesgerichtshof (BGH) nun bestätigt.

Den Feststellungen der Jugendkammer zufolge hatte die Angeklagte einen „Doppelvorsatz“ gehabt. Sie wollte sowohl die werdende Mutter als auch das Ungeborene töten. Die 18-Jährige hatte die Attacke aber schwer verletzt überlebt, das Ungeborene starb noch im Mutterleib. Die beiden jungen Frauen waren ehemals beste Freundinnen gewesen. Die Angeklagte hatte die 18-Jährige in ihre Familie geholt. Dort lernte das spätere Opfer dann den Bruder der Angeklagten kennen.

Das hatte die Familie der Angeklagten, die einer yezidischen Glaubensgemeinschaft angehört, noch geduldet. Als die 18-Jährige als Nicht-Yezidin dann aber schwanger wurde, war das Chaos perfekt. Auf Abtreibung wurde gedrängt. Die Angeklagte machte sich schwerste Vorwürfe. Sie hatte die 18-Jährige in die Familie geholt. Den Feststellungen des Landgerichts-Urteils zufolge konnte sie aber auch das Schwangerschafts-Glück ihrer Freundin nicht ertragen.

Wie gefährlich die Situation war, das ahnte die 18-Jährige nicht. Sie hatte der Angeklagten am Tattag noch angeboten, den Namen für das Baby aussuchen zu dürfen. Das war zu viel gewesen. „Schließ´ deine Augen, ich habe eine Überraschung für dich“, hatte die Angeklagte zu der 18-Jährigen gesagt. Dann stach sie zu.

Über die Entscheidung des BGH ´s zeigte sich am Montag die Delmenhorster Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter erleichtert. Sie hatte die 18-Jährige in dem Aufsehen erregenden Prozess vertreten und wollte ihr ein zweites Verfahren unbedingt ersparen.

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