Gehlenberg - In der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Gehlenberg haben sich am Donnerstagnachmittag 42 Mädchen und Jungen gemeinsam mit den Betreuerinnen des Ortsjugendrings Gehlenberg/Neuvrees versammelt. Sie alle wollen den Feuerwehrleuten über die Schultern schauen. Möglich macht dies der Ferienpass. Herbert Steenken, stellvertretender Ortsbrandmeister, teilt die Kinder in vier Gruppen ein. Dann geht es auch schon los.
Notruf absetzen
Die Einsatzkräfte der Gehlenberger Wehr haben sich einiges einfallen, um den Kindern ihre Arbeit näher zu bringen. „Wie heißt die Notrufnummer wenn es brennt?“, ruft Steenken draußen vor der Halle in die Runde. Prompt hat der elfjährige Daniel Vahrmann die richtige Antwort parat: 112. Er wolle später Feuerwehrmann werden, erzählt der Junge. Auch sein Vater ist bei der Wehr, so wie auch schon sein Großvater. „Feuerwehr ist cool“, sagt der Elfjährige.
Mit Helm und Schutzjacke darf jedes Kind nacheinander mit dem Wasserschlauch ein Feuer löschen. Feuerwehrmann Steenken unterstützt sie dabei. Mit Begeisterung halten die Kinder auf das Feuer. Schnell sind die Flammen gelöscht.
Einige Meter weiter erklärt Feuerwehrmann Hinnerk Esters den Mädchen und Jungen die Funktionsweise des Lösch-Unterstützungsfahrzeuges LUF 60, das im gesamten Landkreis Cloppenburg zum Einsatz kommt. Mit dem Fahrzeug können die Einsatzkräfte selbst unter schwierigsten Bedingungen unmittelbar bis zum Brandherd vordringen. Per Fernsteuerung dürfen die Kinder das Fahrzeug selbst über den Hof steuern.
Ein Raunen geht durch die Menge, als Feuerwehrmann Stefan Bruns demonstriert, was passiert, wenn brennendes Fett mit Wasser gelöscht wird. Eine große Stichflamme steigt auf, die Kinder schrecken überrascht zurück.
„Niemals brennendes Fett mit Wasser löschen“, appelliert Bruns an die jungen Teilnehmer. „Ihr würdet mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus kommen.“ Stattdessen müsse das Feuer auf dem Herd erstickt werden, beispielsweise mit einem Deckel.
Fahrt im Löschwagen
Natürlich darf auch eine Fahrt im Feuerwehrwagen nicht fehlen. Gemeinsam mit den Feuerwehrmännern Sven Diekhaus und Norbert Knelangen geht es im Löschgruppenfahrzeug durch die Straßen. Die Kinder dürfen sogar eine Atmenschutzmaske aufsetzen und ins Funkgerät sprechen.
Auf einem Feldweg außerhalb des Ortes lässt Diekhaus dann auch noch das Martinshorn aufheulen. Die Kinder sind begeistert.
