Wildeshausen - „Willi“ ist begeistert. Schon seit Jahren platziert der umtriebige Maulwurf seine rosa Häufchen an Stellen, die ihm missfallen, doch oft ohne direkte Resonanz. Ganz anders verhielt es sich da bei der Aktion in der Wildeshauser Hunte-straße. Auf der Suche nach Ideen zur Belebung der Innenstadt hatte das Aktionsbündnis „Willi wühlt“ hier Ende Januar demonstrativ eine pinken Haufen gesetzt.
Bereits wenige Tage später trudelte die Einladung der neuen Stadtmarketingbeauftragten Daniela Baron zum Ideenaustausch ins Stadthaus ein. Das ließen die „Willis“ sich nicht zweimal sagen und führten nun ein laut Stefan Iken „sehr konstruktives Gespräch“.
„Wir haben einen Blick auf den Bereich Huntestraße, Feuerwehr, Lohgerberei und die rückwärtigen Bereiche geworfen und hier eine Menge Potenzial für Wildeshausen entdeckt“, erläutert Iken. Bereits Ende 2012 hatten Iken und Torsten Koschnitzke vom Aktionsbündnis ihre Pläne für die Nachnutzung des Feuerwehrhauses als Kulturzentrum vorgestellt.
„Dadurch dass der Bau des neuen Feuerwehrhauses in der Pagenmarsch sich so in die Länge zieht, haben wir jetzt Zeit für eine vernünftige Planung“, ergänzt Daniela Baron. In diesem Zusammenhang habe man auch Vertreter des Bürger- und Geschichtsvereins sowie des Vereins „Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen“ (UZW) zu dem Gespräch hinzugeladen. „Das UZW soll jetzt ganz konkret seinen Raumbedarf ermitteln, ergänzend zu dem geplanten Außenstandort am Pestruper Gräberfeld“, erläutert Baron.
Insgesamt wolle man jedoch nicht bei der Nachnutzung des Feuerwehrhauses stehen bleiben, sondern das gesamte Quartier „Huntestraße“ – auch unter Einbezug der alten Lohgerberei – aufwerten, ohne dabei nur auf den vielbeschworenen Einzelhandels-Magneten zu warten.
„Da müssen sicher noch so manche Gespräche geführt werden, aber wir sind jetzt auf einem guten Weg“, ist die Stadtmarketingbeauftragte optimistisch.
