Tettens - Zwölf Kinder und Jugendliche in der Jugendwehr – das ist für so ein kleines Dorf wie Tettens eine erstaunliche Leistung. Und so gab es viel Lob für den Feuerwehrnachwuchs und seine Betreuer von Wangerlands Bürgermeister Björn Mühlena, Kreis-Jugendwart Karl Adden, Gemeinde-Jugendwart Fabian Ulbrich und Alterskamerad Rudi John.

John hat die Tettenser Jugendwehr vor 34 Jahren gegründet – und beobachtet seitdem stolz ihre Entwicklung. Zum 25-jährigen Bestehen 2007 seien 99 Kinder und Jugendliche durch die Jugendwehr gegangen, berichtete er. Bis heute müssten es gut 150 sein. „1999 gab es mal eine Schwemme: Damals hatte die Jugendwehr 24 Mitglieder – die Einsatzabteilung 27.“ Das sei kaum noch zu stemmen gewesen, deshalb habe die Gemeinde damals die Größe der Jugendwehren auf rund 15 Mitglieder begrenzt.

Mit elf Mitgliedern war die Jugendwehr Tettens ins Jahr 2015 gestartet, nach einer Übernahme in die Einsatzabteilung, drei Austritten und fünf Eintritten besteht sie nun aus zwölf Mitgliedern, davon zwei Mädchen, berichtete Ingo Köster, der für die Jugendwarte Michael Dierks und Frank Szlezak den Jahresbericht hielt. Der Altersschnitt liegt bei 12,2 Jahren. Die Dienstberichte lasen Miguel Oleksyn und Cedric Köster selbst vor, berichteten von Fahrzeug- und Gerätekunde, dem Üben von Löschangriffen, Knotenknüpfen und kleinen Wettkämpfen sowie Sport und Spiel. 77 Stunden war jedes Jugendwehr-Mitglied 2015 dabei und auch Bowling und Radtour, Geocaching und die Teilnahme am Kreis-Jugendzeltlager in Hooksiel und an Veranstaltungen im Dorf fehlten nicht. Für die beste Dienstbeteiligung erhielt Cedric Köster den Pokal.

Kreis-Jugendwart Karl Adden freute sich besonders darüber, dass der Tettenser Nachwuchs regelmäßig Sport treibt: „Wir brauchen in den Einsatzabteilungen körperlich fitte Leute, die sich zum Atemschutzgeräteträger eignen – daran hapert es oft“, sagte er. Zudem warb Adden darum, dass sich die Jugendwehr Tettens an der Abnahme der Leistungsspanne beteiligt. Möglicherweise könne das Wangerland eine gemeinsame Gruppe stellen.

Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Florian Harms lobte den Ausbildungsstand der Tettenser Jugendfeuerwehr: „Ich freue mich darauf, Euch in den Einsatzabteilungen wiederzusehen: Von der Ausbildung in der Jugendwehr können auch die älteren Feuerwehrleute oft noch etwas lernen“, sagte er.