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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Mörder noch immer im Visier

29.06.2006

OLDENBURG /BREMEN Die kleine Bremerin wurde vor fünf Jahren getötet. Der Mörder von Levke und Felix hat für den Zeitpunkt ihres Verschwindens kein Alibi.

Von Hans Drunkenmölle OLDENBURG/BREMEN - Vor einem Jahr wurde der Mörder von Levke Straßheim (8) aus Cuxhaven und Felix Wille (8) aus Eberswalde vom Landgericht Stade zu lebenslanger Haft und Sicherungsverwahrung verurteilt, noch immer aber steht der in der Oldenburger Justizvollzugsanstalt inhaftierte Marc Hoffmann (33) im Visier der Ermittler: „Hoffmann bleibt für uns Hauptverdächtiger im Fall Adelina Pismak“, bestätigte gestern der zuständige Bremer Staatsanwalt Uwe Picard. Das zehn Jahre alte Mädchen aus Bremen war vor fünf Jahren in der Nähe der elterlichen Wohnung entführt worden. 100 Tage später wurde der in einem blauen Plastiksack verpackte Leichnam in einem Waldstück nahe der Hansestadt entdeckt.

Die Ermittlungsakten füllen mittlerweile 250 Aktenordner; 1915 Spuren und Hinweise hat die Sonderkommission der Kriminalpolizei registriert, rund 1500 Personen sind überprüft worden – bisher ohne Erfolg. In den Akten gebe es jedoch „Hinweise, die eine Täterschaft Hoffmanns nicht ausschließen“, sagt Picard, deshalb sei der Doppelmörder bereits mehrfach vernommen worden.

Schon in der Untersuchungshaft hatte Hoffmann, der Vater von zwei Kindern ist, nach Angaben eines Mithäftlings gestanden, die kleine Adelina getötet zu haben. Was die Polizei darüber hinaus elektrisiert: Für den Zeitpunkt des Verschwindens von Adelina hat der gelernte Installateur aus Bremerhaven, der jede Schuld von sich weist, kein Alibi.

Die damals Zehnjährige aus Bremen-Kattum war am 28. Juni 2001 gegen 17.30 Uhr zuletzt lebend gesehen worden, als sie nach einem Besuch bei ihrem Großvater auf dem auf dem Rückweg in die elterliche Wohnung war. Die Polizei leitete mit mehreren Hundertschaften eine schließlich Wochen dauernde Großfahndung ein. Mit Spürhunden durchkämmte sie Waldstücke im Bremer Umland; Bundeswehr-Jets mit Wärmebildkameras an Bord suchten nach Hinweisen auf den Verbleib des Kindes – Adelina blieb spurlos verschwunden.

Die schreckliche Gewissheit kam am 7. Oktober 2001: Im „Pastorenwäldchen“ in der Lester Marsch in der Gemeinde Weyhe entdeckte eine Pilzsammlerin einen blauen Plastiksack, aus dem ein Schuh herausragte. In dem Sack steckte der stark verweste Leichnam eines Kindes – es war Adelina. Die Todesursache ist nicht mehr feststellbar. Die Ermittler fanden heraus, dass das Verbrechen an einem anderen Ort verübt wurde; sie gingen von einem Sexualmord aus. Im Umkreis der Toten entdecken die Kriminalisten im Boden verscharrt sechs Damenbadeanzüge, eine Umstandsmiederhose, ein Top und drei Strumpfhosen – Hinweise auf einen Fetischisten als Täter. Der zuletzt von Adelina getragene kurze blaue Rock wurde bisher nicht gefunden.

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