Hildesheim - Seine Vorliebe für schnelle Leihwagen ist einem Serien-Einbrecher aus dem Kreis Hildesheim nun zum Verhängnis geworden. Weil die Mietwagenfirmen teure Maseratis mit GPS-Sendern ausgestattet hatten, konnte die Polizei nachträglich feststellen, dass sie wiederholt direkt an Tatorten standen. Jetzt habe die Staatsanwaltschaft Hildesheim den 49-Jährigen wegen gewerbsmäßigen Diebstahls in 27 Fällen angeklagt, sagte eine Sprecherin am Montag.

Der Mann, der zur Bewährung auf freiem Fuß war, soll zwischen Mai 2013 und Oktober 2014 aus Werkstätten und anderen Gebäuden hochwertige Werkzeuge wie Kettensägen, Winkelschleifer oder Akkuschrauber im Wert von 90 000 Euro erbeutet haben.

Ins Visier der Polizei war er durch Aussagen eines Hehlers geraten. Mit Hilfe der GPS-Daten seien ihm dann die Einbrüche unter anderen in den Kreisen Hildesheim, Goslar, Northeim und im Heidekreis nachgewiesen worden, sagte die Sprecherin.

Der 49-jährige Angeklagte sitzt derzeit in Untersuchungshaft und schweigt zu den ihm angelasteten Tatvorwürfen.