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Wohnwagen An A 29 Ausgebrannt Neben der Autobahn haben sich alle lieb

Christopher Hanraets

Wardenburg - Viel mehr als ein nacktes Metall-Skelett mit einigen verkohlten Plastikteilen und einem Haufen Asche ist von dem „Liebesmobil“, dass in der Nacht zum Sonnabend in Flammen aufging, nicht übrig geblieben. An dem kleinen Privatweg, der unweit der A 29 parallel zur Wikinger Straße verläuft, stehen meist ein halbes Dutzend Wohnmobile. An einigen sind noch Wohnwagen angehängt. Das sind die Arbeitsplätze von Prostituierten, die darin ihre Dienste anbieten.

Nicht der erste Brand

Nicht zum ersten Mal brannte an dieser Stelle so ein Bordell auf Rädern. Bereits 2010 und 2007 wurden insgesamt drei Wagen durch Feuer zerstört. 2007 war eine defekte Gasflasche Grund für den Brand, 2010 kam die Polizei zu dem Ergebnis, dass das Feuer von jemandem gelegt wurde.

Im jetzigen Fall ermittelt die Polizei zwar, kann allerdings noch keine Angaben über die Ursache des Feuers machen. „Wir haben noch keine weiteren Erkenntnisse in dem Fall. Die Ermittlungen laufen“, teilte Polizeisprecherin Meike Meisterling auf Nachfrage der NWZ  mit. Über die Brandursache könne man vermutlich aber in den nächsten Tagen etwas sagen.

Die jungen Frauen, die an der Brandstelle in ihren Wohnmobilen weiterhin ihrer Arbeit nachgehen, können oder wollen sich zu dem Vorfall nicht äußern. Fast ausnahmslos erklären sie, gerade ihren ersten Arbeitstag in der Nähe der Autobahnauffahrt zu haben. Daher könnten sie nichts über die Frau, die in dem abgebrannten Wagen arbeitete sagen, sofern er überhaupt noch in Benutzung war. Die meisten entschuldigen sich höflich und schließen dann die Türen ihrer rollenden Arbeitsplätze.

Kein Streit unter Frauen

Eine junge Frau mit osteuropäischem Akzent, die nichts über sich verraten möchte, erklärt lediglich, dass es unter den Frauen keinerlei Streit gebe. Alle haben sich lieb. „Wir arbeiten hier nur und haben keinen Streit. Auch die Männer kommen, um Spaß zu haben und nicht um zu streiten“, sagt sie. Ob bei dem Brand vielleicht ein Zuhälter im Spiel war? „Wir arbeiten alle selbstständig“, erläutert sie knapp. Einen „Boss“ habe keine der Frauen.

Keine Angst vor Bränden

Was mit dem Wagen am Ende der Reihe passiert ist, sei „nicht schön“. Angst vor weiteren Bränden hätten die Prostituierten am Stellplatz aber nicht, selbst wenn sich herausstellen sollte, dass es ein Brandanschlag war. Die Erklärung dafür ist einfach: Nach eigenen Angaben fahren die Frauen am späten Abend mit den Wohnmobilen an einen anderen Ort. Von 23 bis 10 Uhr besteht dort nämlich Parkverbot. Da das Feuer nach dem sonst üblichen Schichtende ausbrach, sehen die Frauen für sich keine Probleme.

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