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Feuerwehr-Zentrale Negative Bescheide von den Nachbarn

Melanie Hanz

Friesland/Wilhelmshaven - Der Landkreis Friesland wehrt sich gegen den Vorwurf, man hätte in Sachen Feuerwehr bereits jetzt über eine engere Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis nachdenken können. „Der Landkreis hat vor der Entscheidung für den Neubau der Feuerwehrtechnischen Zentrale mögliche Kooperationen mit den Nachbarn geprüft“, teilte Kreis-Sprecher Rainer Graalfs mit.

Wie berichtet, plant der Landkreis den Neu- und Ausbau der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Jever. 2,86 Millionen Euro sollen bis 2017 in die Modernisierung fließen.

Auch die Stadt Wilhelmshaven will eine neue Feuerwache im Stadtnorden bauen, die neben Berufsfeuerwehr auch Polizei und Rettungsdiensten Platz bietet.

„Aufgaben miterledigen“

„Die Feuerwache könnte Aufgaben von der Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven für die Freiwilligen Wehren in Friesland miterledigen, wenn es gewünscht wäre“, so der Wilhelmshavener Oberbürgermeister Andreas Wagner. Man könne sich dann auf eine Schlauchwaschanlage beschränken, statt zwei anzuschaffen, schrieb Wagner vor kurzem in seinem Positionspapier „Regionale Strukturen für die Zukunft schaffen“ zur Einkreisungsdebatte.

Den Anschluss Wilhelmshavens an Friesland, die so genannte Einkreisung, haben sowohl der Kreistag als auch der Stadtrat abgelehnt – man setzt stattdessen auf engere Kooperation (die NWZ  berichtete).

Laut Kreis-Sprecher Graalfs liegen die Planungen zur Modernisierung der FTZ bereits seit 2011 vor, vor der Entscheidung hatte der Landkreis Kontakt mit Landkreis Wittmund und Stadt Wilhelmshaven aufgenommen, um Kooperationen auszuloten. „Wittmund hat mitgeteilt, dass aktuell keine neuen Investitionen vorgenommen werden“, so Graalfs.

Die Stadt Wilhelmshaven sei im Rahmen des Verwaltungsgutachtens zur Einkreisung erneut auf die Pläne für die FTZ Jever hingewiesen worden, eine Rückmeldung habe Friesland nicht erhalten. Auf Nachfrage bei der Stadt sei dann bestätigt worden, dass in Wilhelmshaven keine Kapazitäten für die Nutzung der Atemschutzstrecke durch die rund 800 Feuerwehrleute des Landkreises und für die Schlauchwaschanlage vorhanden sind. Zudem habe Wilhelmshaven keinen Bedarf an einer Nutzung der Atemschutzstrecke des Landkreises, so Graalfs.

Die Pläne Wilhelmshavens für den Bau einer neuen Feuerwehrwache im Stadtnorden seien unabhängig von den Plänen des Landkreises für die FTZ zu sehen, betonte Graalfs: „Es handelt sich um völlig unterschiedliche Nutzungen.“

Gemeinsames Konzept

Natürlich strebe der Landkreis Friesland bei künftigen Projekten eine gemeinsame Umsetzung mit den Nachbar-Kommunen an, sofern dies aus fachlicher und wirtschaftlicher Sicht sinnvoll sei, so der Landkreis.

Insbesondere in Sachen Feuerwehr ist die Stadt Wilhelmshaven durchaus an Zusammenarbeit interessiert: „Hier könnte ein Konzept für eine gemeinsame Feuerwehrerarbeitet werden“, meint Oberbürgermeister Wagner, und: „Warum nicht auch gleich ein gemeinsamer Katastrophenschutz – ich sage nur das Stichwort ,Kavernen Etzel‘.“

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