Nordenham - Die Stadt kann mit einem Zuschuss des Landkreises für die geplante Anschaffung einer neuen Drehleiter rechnen. Der Feuerwehrausschuss des Kreistages hat eine Beschlussvorlage der Kreisverwaltung zustimmend zur Kenntnis genommen. Danach soll der Landkreis die Nordenhamer Neuanschaffung in gleicher Weise fördern wie die in diesem Jahr von der Feuerwehr in Brake in Dienst gestellte neue Drehleiter.
Falls der Kreistag am 15. Dezember zustimmt, würde Nordenham somit jedes Jahr 12 600 Euro als Hilfe für den Schuldendienst bekommen – so lange, bis die Gesamtsumme des Kreiszuschusses von 210 000 Euro erreicht ist.
Zum Hintergrund: Zur Finanzierung der neuen Drehleiter, die auf etwa 700 000 Euro kalkuliert wird, muss die klamme Stadt Nordenham neue Schulden machen. Mit dem Kreiszuschuss wird also die jährliche Zahlung von Zinsen und Tilgungsbeiträgen unterstützt.
Wie berichtet, ist eine neue Drehleiter zur Sicherstellung des örtlichen und überörtlichen Brandschutzes erforderlich geworden.
Die jetzige Nordenhamer Drehleiter stammt aus dem Jahr 1986 und ist nur noch begrenzt einsetzbar. Sie darf gemäß TüV-Untersuchung nicht mehr auf 30 Meter, sondern nur noch auf 25 Meter ausgefahren werden.
Im Landkreis Wesermarsch gibt es nur zwei Drehleitern: eine in Brake und eine in Nordenham. Beide werden auch außerhalb dieser beiden Städte im Kreisgebiet eingesetzt. So wird die Nordenhamer Drehleiter zum Beispiel bei Einsätzen im Centerparc im Nordseebad Tossens oder auch bei Alten- und Pflegeheimen in der nördlichen Wesermarsch angefordert.
