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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Neue Opfer des Pflegers

16.07.2015

Oldenburg /Delmenhorst /Ganderkesee Die Polizei hat vermutlich weitere Opfer des Klinikmörders Niels Högel gefunden. Bei zehn auf Friedhöfen in Delmenhorst und Ganderkesee exhumierten Leichen wurde das Herzmedikament nachgewiesen, mit dem Högel andere Patienten des Klinikums Delmenhorst totgespritzt hat. Für fünf Taten wurde der Ex-Krankenpfleger im Februar zu lebenslanger Haft verurteilt.

„Er steht unter dringendem Tatverdacht“, erklärte der Sprecher der Oldenburger Staatsanwaltschaft, Martin Rüppell, am Mittwoch.

„Meine Mandanten sind schockiert und traumatisiert“, sagte die Delmenhorster Anwältin Gaby Lübben der NWZ. Sie vertritt zwölf Angehörige von fünf der jetzt gefundenen Opfer. Insgesamt könnten damit bereits 16 Taten auf das Konto von Högel gehen.

Der 38-Jährige selbst hatte beim Prozess sogar rund 90 Mordversuche in den Jahren 2003 bis 2005 im Klinikum Delmenhorst zugegeben. Etwa 30 Patienten sollen nach Högels Angaben an der Überdosis des Medikaments Gilurytmal gestorben sein.

Die Sonderkommission „Kardio“ der Polizei untersucht mehr als 200 Todesfälle in den früheren Arbeitsstätten von Högel. Auf drei Friedhöfen in Delmenhorst und Ganderkesee ließen die Ermittler in den vergangenen Monaten 36 Leichen ehemaliger Patienten des Klinikums Delmenhorst ausgraben. In sieben Fällen liegen noch keine Ergebnisse vor.

Zum Stand der Ermittlungen bei den Todesfällen im Klinikum Oldenburg äußerten sich Staatsanwaltschaft und Sonderkommission nicht näher. In Wilhelmshaven konnten bisher keine Straftaten von Högel festgestellt werden.

Die Ermittler gehen von weiteren Exhumierungen aus. Die Ermittlungen würden wegen des großen Umfangs bis 2016 andauern, hieß es. Dann könnte es einen weiteren Prozess gegen Högel geben.

Marco Seng Redakteur / Reportage-Redaktion
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