Drage - Nach der ergebnislosen Suche nach der vermissten Mutter Sylvia Schulze (43) und ihrer Tochter Miriam (12) aus dem Örtchen Drage an der Elbe will die Polizei nun erstmals weitere Hinweise auswerten. Es müsse überprüft werden, ob sich eine Suchaktion an anderen Orten lohne, sagte Polizeisprecher Jan Krüger am Mittwoch. „Konkrete weitere Maßnahmen sind derzeit nicht geplant.“
Am Mittwoch hatten Polizeibeamte den ganzen Tag erneut die Landabschnitte abseits der Elbe durchkämmt. Es sei das Deichvorland im Bereich Drage abgesucht worden, sagte Krüger. Bereits am Vortag war ein beliebter Badestrand in der Region abgesucht worden. Drage liegt etwa 30 Kilometer südöstlich von Hamburg im Landkreis Harburg. Bei den Suchaktion setzten die Einsatzkräfte auch Leichenspürhunde ein – ohne Erfolg.
Der Vater der Familie, Marco Schulze (41), war in der vergangenen Woche im schleswig-holsteinischen Lauenburg tot aus der Elbe geborgen worden, er hatte sich allem Anschein nach selbst getötet. Die Leiche war mit einem Betonklotz beschwert, wie er normalerweise auf Baustellen verwendet wird. Die Polizei geht von einer Familientragödie aus. Es wird vermutet, dass der Vater vorher seine Frau und seine Tochter getötet hat.
