Neuenburg - „Jetzt wo alles am Laufen ist, dachte ich mir: Ich trete nicht mehr an“, verkündete Uwe Lämmel am Samstag. Zum letzten Mal eröffnete er die Jahreshauptversammlung der DLRG Ortsgruppe Bockhorn-Zetel. 18 Jahre lang leitete er als Vorsitzender die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in der Friesischen Wehde und zog eine persönliche Bilanz: sechs Wiederwahlen, neun Jahrhunderthochwasser und etliche bundesweite Einsätze, Referent für Tauchen und Strömungsrettung.

Und heute ist die Einsatzabteilung und die Ausbildung top, die Ausrüstung ist den Erfordernissen angepasst und die Jugend ist aktiv.

„Es macht mir Spaß in unserer Ortsgruppe, ich danke allen und sehe der Zukunft positiv entgegen“, sagte Lämmel, der aber weiterhin bereit steht, wenn der Einsatzmelder piept oder die Polizei vor seiner Tür steht und sagt „Wir wollen Sie abholen...“ Auch der „ewige Zweite“ gab sein Amt ab. 18 Jahre lang war Herbert Schumacher Lämmels Stellvertreter.

Als seinen Nachfolger schlug Lämmel Tim Schriemer vor. Der 28-Jährige ist Industriemechaniker, hat Maschinenbau studiert und kam vor zwölf Jahren zum Ortsverband. Seit zehn Jahren ist er Leiter der Einsatzgruppe. Er hat die Ausbildung zum Lehrtaucher und mittlerweile ist Schriemer auch Zugführer des Wasserrettungszuges Friesland.

Einstimmig wählte die Versammlung Tim Schriemer zum 1. Vorsitzenden und Wilfried Wefer zu seinem Stellvertreter. Folgende Mitglieder wurden ebenfalls in den Vorstand gewählt: Laurenz Liphardt (Beisitzer und Social-Media-Beauftragter), Jan-Ole Schattschneider (Leiter Einsatz), Andre Pollmann (Schatzmeister), Vanessa Mirra (stellvertretende Schatzmeisterin), Steven Ohad (stellvertretender Leiter Ausbildung), Ralf Pollmann (Beisitzer Einsatz), Marco Wagner (Beisitzer Veranstaltungen), Gerrit Norder (Leiter Verbandskommunikation) und Werner Hans (Leiter Ausbildung).

Während der Jahreshauptversammlung berichteten die Kameraden von ihren Einsätzen in den Freibädern Bockhorn und Zetel, von der Nachbarschaftshilfe bei der DLRG Varel am Dangaster Strand, sowie von 24 Hilfeleistungen und einer Lebensrettung. Es gab Berichte von zahlreichen Übungen, Lehrgängen, der Jugendarbeit und wasserseitigen Absicherungen bei Veranstaltungen. Der anwesende Landrat und Ratsvertreter wurden auf die Dringlichkeit der Neuanschaffung eines Gerätewagens hingewiesen.