NEUENWEGE - „So etwas ist gedankenlos und unvernünftig. Das ist Tierquälerei und kann tödlich enden“, regt Dirk Jürgens sich auf, als er auf seinem Feld in Neuenwege steht und Glasscherben aufsammelt. Jugendliche oder Erwachsene, die in der angrenzenden Schutzhütte am Wasserzugweg Ecke Driftweg Bier und Schnaps tranken, haben die leeren Flaschen vermutlich auf den Acker geworfen.
Als der 47-jährige Landwirt dieser Tage das gut 30 Zentimeter hohe Gras auf seinem Feld gemäht hatte, spiegelten sich die Glasscherben in der Sonne. Jürgens hatte die Flaschen mit seinen Reifen übergefahren oder mit dem Mähwerk zerstört. Dabei wurden die Scherben auch unter das Silagefutter gemischt. „Ich bin vom Trecker gestiegen und habe angefangen, nach Glas zu suchen“, erzählt Jürgens. Er fand noch mehrere heile Bier- und Schnapsflaschen und entsorgte sie.
Mit der Silage aus dieser Fuhre kann Dirk Jürgens keine Milchkühe mehr füttern. „Die Gefahr, dass sie sich durch Scherben verletzen, ist viel zu groß“, erklärt er. Durch die Scherben könnten sich die Tiere den Schlund und Magen verletzen und innerlich verbluten. „Wenn ich es nicht bemerkt und ein Tier sich verletzt hätte, wüsste ich gar nicht, was es hat“, sagt der Landwirt und spricht von einer möglichen Notschlachtung.
Dirk Jürgens findet es gut, wenn sich Jugendliche oder Erwachsene an der Schutzhütte treffen. „Dort sind regelmäßig Leute. Es ist ein schöner Ort. An der Hütte gibt es aber Mülleimer. Und dort hinein gehören die Flaschen.“
