Friesoythe - Im Rahmen einer Feierstunde wurde im Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Friesoythe der neue Mannschaftstransportwagen (MTW) der Wehr von Dechant Michael Borth auch im Namen der Evangelischen Kirche eingesegnet. Dechant Borth betonte, dass man Menschen brauche, die sich der Not stellen und helfen. „Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sind da, wenn jemand ihre Hilfe braucht. Es erstaunt, wie schnell sie sich in Dienst nehmen lassen, sie helfen jedermann ohne zaudern und zögern“, so Borth, der einen „Christopherus“ an Ortsbrandmeister Matthias Schmidt überreichte.
Friesoythes Erster Stadtrat Dirk Vorlauf hatte zu Beginn die Gäste begrüßt. Sein besonderes Willkommen galt neben Dechant Borth dem stellvertretenden Bürgermeister Bernd Möller, dem designierten Bürgermeister Sven Stratmann, Walter Beckmann von der Stadtverwaltung, dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Berthold Bäker sowie den Ortsbrandmeistern Matthias Schmidt aus Friesoythe und Jens Feye aus Altenoythe, Ehrenbrandmeister Gerd Deutschkämer, den Vertretern der DLRG und besonders den Nachbarn, darunter Vertreter der DRK-Rettungswache und des Bauhofs.
Die Beschaffungsgeschichte des Fahrzeuges sei schon etwas Besonderes, sie sei eine Art ÖPP-Modell, betonte Vorlauf. Angekauft wurde das gebrauchte Fahrzeug vom Förderverein der Feuerwehr, Investoren unterstützten den Kauf finanziell, die Stadt habe die Lackierung und die Ausrüstung finanziert und stehe auch für die Unterhaltung des Fahrzeuges ein.
Das Fahrzeug sei von großer Bedeutung für die Feuerwehr, bei Einsätzen könnten viele Kameraden den Einsatzfahrzeugen schnell folgen, und auch in der Jugendarbeit habe das Fahrzeug eine große Bedeutung, erläuterte Vorlauf den Nutzen. Zu einem solchen Fahrzeug, das jetzt im neuen Glanz erstrahle, könne man der Feuerwehr gratulieren, so der Erste Stadtrat.
Ortsbrandmeister Matthias Schmidt dankte Dechant Borth für den Segen Gottes, Dirk Vorlauf und Walter Beckmann für die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sowie dem Förderverein und den Sponsoren. Lob und Dank zollte er den Nachbarn für ihren Kranz, mit dem sie das Fahrzeug zur Einsegnung geschmückt hatten.
Anerkennung zollte Schmidt auch seinen Kameraden, den Feuerwehrleuten Johannes Tellmann, Florian Ströher, Henrik Thölken und Daniel Bagdonat, die das Fahrzeug in 170 Arbeitsstunden aufarbeiteten.
Das vier Jahre alte Fahrzeug, das zuvor in Nordrhein-Westfalen von einem Caritasverein genutzt wurde, hatte beim Erwerb 60 000 Kilometer gefahren. Seit dem Friesoyther Schützenfest ist es schon in Betrieb, seither sei man damit schon 2800 Kilometer gefahren.
