Bakum - Eine Autofahrerin hat am Dienstagmorgen die Leiche eines neugeborenen Babys im Toilettenbereich der Rastanlage „Bakumer Wiesen West“ entdeckt. Die Rastanlage befindet sich an der A1, in Fahrtrichtung Münster, zwischen den Anschlussstellen Vechta und Lohne/Dinklage. Die Polizei geht davon aus, dass der kleine Junge in den Morgenstunden im Bereich der Toiletten zur Welt gekommen ist.
Mitarbeiter der Rechtsmedizin Oldenburg waren am Vormittag am Fundort. Bereits an diesem Nachmittag soll die Leiche des Säuglings in Oldenburg obduziert werden, teilt die Polizei mit. Derzeit gibt es noch keine konkreten Hinweise auf die Mutter des Babys oder auf ein von ihr benutztes Fahrzeug.
Ob der Junge bei der Geburt bereits tot war oder erst nach der Geburt starb, konnte die Polizei noch nicht mitteilen. „Das muss die Autopsie ergeben“, sagt Ulrike Lünsmann, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Cloppenburg. Mit ersten Ergebnissen aus der Rechtsmedizin werde für Mittwochvormittag gerechnet.
Zeugen hatten laut Mitteilung der Polizei in den frühen Morgenstunden eine weiße Sattelzugmaschine des Herstellers Renault mit rotem Trailer und polnischem Kennzeichen sowie ein älteres Wohnmobil (VW Bulli), Farbe braun mit weißem Dach, mit Surfbrett oder Dachbox auf dem Parkplatz gesehen. In einem der Fahrzeuge könnte sich eine Frau mit blonden, schulterlangen Haaren, bekleidet mit Jeans und Mantel, befunden haben. Ob ein Zusammenhang zu dem toten Baby besteht, ist derzeit noch nicht geklärt.
Hinweise auf diese Fahrzeuge sowie die blonde Frau sowie weitere Hinweise werden an die Polizei Cloppenburg, Tel. 04471/1860-261 oder -264, erbeten.
Zeitgleich mit der meldenden Zeugin hielt sich auch eine Familie (Vater, Mutter und ein etwa sechs bis acht Jahre altes Kind) auf dem Parkplatz auf. Diese Familie, eventuell aus dem Rheinland, war mit einem roten Auto (vermutlich ein japanisches Modell) unterwegs. Diese Familie wird ebenfalls gebeten, sich bei der Polizei zu melden, da sie eventuell Zeugen sein könnten.
Um die Mutter des Kindes ausfindig zu machen, wurde zum einen das LKA mit eingebunden, zum anderen weitere Dienststellen der Polizei und Krankenhäuser in der Umgebung informiert. Über die Medien und Facebook soll die Suche nach Zeugen und der Mutter weiter vorangetrieben werden.
