NIEDERSACHSEN - Glatte Straßen, abgebrochene Äste, Schneeverwehungen und vereiste Oberleitungen bei der Bahn haben die Menschen zu den Weihnachtsfeiertagen in Niedersachsen auf eine Geduldsprobe gestellt.
Abgebrochene Äste und spiegelglatte Straßen haben am zweiten Weihnachtsfeiertag in Südniedersachsen Straßenmeistereien und Feuerwehren in Atem gehalten. Bei Echte (Kreis Northeim) drohte ein Baum unter der Eis- und Schneelast auf die Autobahn zu stürzen. Im Kreis Holzminden und im Solling waren mehrere Straßen wegen Eisglätte und umgestürzter Bäume gesperrt. Zudem hatten sich in Holzminden bis zu eineinhalb Meter lange Eiszapfen an Dachrinnnen gebildet. Das Eis musste mühsam entfernt werden.
Mit Problemen hatte die Polizei in Hildesheim zu kämpfen: Sie konnte ihren Hof nicht mehr nutzen, weil eine große Tanne umzustürzen drohte. Der Baum sollte am Montag gefällt werden. In Gifhorn kam es nach Polizeiangaben am ersten Weihnachtstag zu mehreren Glätteunfällen. Menschen wurden jedoch nicht verletzt. Auf glatten Straßen und bei teils starken Schneeverwehungen blieben im Landkreis Wolfenbüttel einige Fahrzeuge in Schneewehen stecken.
Aufgrund von Schneeverwehungen waren auch in den Landkreisen Wittmund, Peine, Wolfenbüttel, Salzgitter und im nördlichen Landkreis Aurich viele Straßen nicht mehr befahrbar. Im Kreis Helmstedt sorgten umgestürzte Bäume für Behinderungen, die Polizei warnte zudem vor dem Betreten der Wälder. Auch der Höhenzug Elm bei Königslutter war für Fahrzeuge wegen Schneebruchs gesperrt.
Bereits am Heiligabend war ein Tanklaster mit 25 000 Litern Milch nach einem Ausweichmanöver bei Visselhövede (Kreis Rotenburg/Wümme) auf die Seite gestürzt. Der Fahrer konnte sich unverletzt aus dem Führerhaus retten. Die Milchtanks wurden nur leicht beschädigt, es lief eine geringe Menge Milch aus. Zwei Schwerlastkräne bargen den Tanklaster, der Schaden beträgt nach Angaben der Polizei rund 20.000 Euro.
