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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Noch mehr Högel-Opfer?

14.01.2016

Oldenburg /Delmenhorst /Bookholzberg Neuer Verdacht gegen Niels Högel: Die Polizei hat bei Exhumierungen auf Friedhöfen in der Region jetzt sieben weitere mögliche Opfer des Klinikmörders entdeckt. Damit stieg die Zahl der Verdachtsfälle von 14 auf 21. Bisher wurden 63 Ex-Patienten des Klinikums Delmenhorst exhumiert.

Der ehemalige Krankenpfleger ist bereits wegen sechs Taten verurteilt und verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe in der Justizvollzugsanstalt Oldenburg.

Im Prozess hatte er insgesamt 60 Tötungsversuche und 30 Tötungen im Klinikum Delmenhorst zugegeben. Die Ermittler halten mehr Taten für möglich – auch an anderen Arbeitsstätten des Ex-Pflegers.

Rund 200 Verdachtsfälle würden deswegen noch von Gutachtern überprüft, sagte die Sprecherin der Soko Kardio, Maike Meisterling, der NWZ. „Derzeit laufen bereits weitere Exhumierungen.“ Wo genau, verrät die Polizei nicht.

Wie die Staatsanwaltschaft Oldenburg und die Sonderkommission Kardio am Mittwoch mitteilten, wurden die sieben neuen Verdachtsfälle bei Exhumierungen auf Friedhöfen in den Gemeinden Stuhr (Kreis Diepholz) und Bookholzberg (Kreis Oldenburg) gefunden.

Bei den Leichen wurde Ajmalin nachgewiesen: „Der Wirkstoff Ajmalin konnte in weiteren Fällen nachgewiesen werden, obwohl die Personen nicht mit einem entsprechenden Medikament behandelt wurden“, hieß es.

Durch die toxikologischen Untersuchungsergebnisse habe sich in weiteren Fällen der „dringende Verdacht“ ergeben, dass Högel ehemalige Patienten des Klinikums Delmenhorst getötet habe, erklärten die Ermittler. Er soll aus Geltungssucht Patienten in Lebensgefahr gebracht haben, um sie retten zu können.

Untersucht wurden Ende des Jahres 2015 die Friedhöfe Heiligenrode, Brinkum, Alt-Stuhr und Moordeich in der Gemeinde Stuhr sowie der Friedhof Bookholzberg. Die Polizei überprüft auch die Sterbefälle an anderen Arbeitsstätten von Högel – im Klinikum Oldenburg und beim Rettungsdienst im Kreis Oldenburg. Der Ex-Pfleger bestreitet aber Taten außerhalb von Delmenhorst.

Die Soko Kardio ermittelt seit mehr als einem Jahr im Fall des Klinikmörders. Ein neuer Prozess noch im Jahr 2016 ist möglich.

Marco Seng
Redakteur
Reportage-Redaktion
Tel:
0441 9988 2008
Tobias Schwerdtfeger
Leitung
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2050

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