Nordenham/Butjadingen/Stadland/Jade - In Sachen Aufklärungsquote von Kriminalfällen hat das Polizeikommissariat Nordenham erneut deutlich zugelegt: 2018 betrug die Quote 72,61 Prozent.

76,13 Prozent waren es im vergangenen Jahr 2019. Das zeigt die neueste Statistik. Das Kommissariat in Nordenham ist zuständig sowohl für die Stadt Nordenham als auch für die Gemeinden Butjadingen, Stadland und Jade.

Damit liegt die Aufklärungsquote in der nördlichen Wesermarsch erneut deutlich über dem Landesdurchschnitt von 63,44 Prozent.

2798 Fälle insgesamt weist die am Dienstag veröffentlichte Kriminalstatistik für das Jahr 2019 in Nordenham, Butjadingen, Stadland und Jade auf. 2018 waren es weniger: 2621 Kriminalfälle. In der Langzeitbetrachtung ist die Zahl der Kriminalfälle in der nördlichen Wesermarsch aber stark zurückgegangen: von 3076 im Jahr 2009 auf 2828 im Jahr 2013 und 2527 im Jahr 2017. Seit 2018 geht die Kurve wieder leicht nach oben.

Die Zahl so genannter Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen und Bedrohungen schwankte in all den Jahren in der nördlichen Wesermarsch. Im Jahr 2009 betrug sie 463, wuchs 2010 auf 538 an, sank bis 2017 auf 446 und stieg 2018 auf 532 und 2019 auf 545 an.

Die Aufklärungsquote betrug hier stets mehr als 90 Prozent – im vergangenen Jahr betrug sie exakt 94,86 Prozent.

Entgegen der „gefühlten“ Gefahrenlage bei vielen Bürgern ist das Risiko, in der nördlichen Wesermarsch Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden, nach wie vor vergleichsweise gering. Nach einem Höhepunkt im Jahr 2013 mit 87 Fällen hatte die Zahl 2018 einen Tiefpunkt von nur noch 29 erreicht. 2019 gab es lediglich einen Fall zusätzlich, also insgesamt 30 Fälle.

Allerdings schwankte die Aufklärungsquote extrem. 2017 betrug sie 24,44 Prozent. 2018 schnellte sie auf einen Höchststand von 58,62 Prozent hoch. Im vergangenen Jahr stürzte sie dagegen auf 33,33 Prozent ab.

2019 ist bei Eigentumsdelikten der seit 2012 zu beobachtende Abwärtstrend gestoppt worden. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der Fälle leicht von 626 auf 638 zu. Die Aufklärungsquote legte jedoch noch viel stärker zu: von 36,26 Prozent im Jahr 2018 auf nun 43,42 Prozent.

221 Fälle – so viele registrierte die Polizei noch im Jahr 2017. Seither steigt die Rauschgiftkriminalität in der nördlichen Wesermarsch sehr deutlich. Im Jahr 2018 waren es 272. Im vergangenen Jahr erreichte die Zahl mit 328 den absoluten Höhepunkt seit 2009.

Die Aufklärungsquote ist jedoch stets sehr hoch gewesen und hat sogar noch zugelegt: von 95,02 Prozent im Jahr 2017 auf 96,69 Prozent im Jahr 2018 und 98,78 Prozent im Jahr 2019.

14 tätliche Angriffe auf Polizeibeamte waren laut Kriminalitätsstatistik im vergangenen Jahr in der nördlichen Wesermarsch zu beklagen. Im Jahr zuvor waren es elf Fälle. 2017 waren es 16 Gewaltdelikte gegen Polizisten.