NORDENHAM - Die Alarmierung klappt im Einsatzgebiet der Freiwilligen Feuerwehren in Nordenham. „Wir haben ein funktionierendes Funksystem“, betonte Stadtbrandmeister Ralf Hoyer bei der Sitzung des Feuerwehrausschusses am Mittwoch. Hinsichtlich der notwendigen Anschaffung von Digitalfunkgeräten in den Jahren 2009/2010 verwies der Stadtbrandmeister auf die immensen Kosten, die dann auf die Stadt zukommen.

Mit den Städten Oldenburg und Delmenhorst sowie den Landkreissen Landkreisen Wesermarsch, Ammerland, Oldenburg und Cloppenburg haben sich sechs Kommunen zusammengetan, um ab 2009 eine gemeinsame Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in Oldenburg zu betreiben. Damit einher geht die Umrüstung auf den Digitalfunk. Die entsprechenden Geräte müsse die Stadt Nordenham anschaffen, sagte Ralf Hoyer. Ob die Digitalfunkgeräte bei den Einsätzen der Feuerwehren in Gebäuden und im ländlichen Raum genauso gut funktionierten wie die althergebrachten Funkgeräte, stellte der Stadtbrandmeister in Frage.

In seinem Bericht merkte Ralf Hoyer an, dass die Feuerwehren in 2008 bereits 33-mal ausrücken mussten. Dazu zählten zehn Brandeinsätze und vier blinde Alarme. Insgesamt sind 330 Feuerwehrleute, darunter 33 Frauen, in den sieben Ortswehren tätig. Einen großen Zulauf hat die Jugendfeuerwehr, wie Rudolf Müller, Leiter des Amts für Bürgerservice und Soziales, mitteilte. In den drei Jugendwehren Nordenham, Abbehausen und Blexen sind 64 Nachwuchskräfte aktiv.

Damit die Mädchen und Jungen bei längeren Einsätzen und Übungen gut untergebracht werden können, sind zwei neue Zelte zu einem Stückpreis von 2500 bis 3000 Euro anzuschaffen. Das Geld soll durch Spenden zusammenkommen. Um Finanzmittel möchte der Stadtbrandmeister auch für eine weitere Anschaffung werben: Geplant ist der Erwerb einer Industriewaschmaschine, die zwischen 8000 und 10 000 Euro kosten soll. Das Gerät sei erforderlich, um die modernen vierlagigen Einsatzhosen und Mäntel der Feuerwehrleute nach jedem Einsatz waschen und imprägnieren zu können. Die langen Wege zur Reinigung nach Brake würden wegfallen, sagte Ralf Hoyer.

Eine Liste über die Aufgaben, die Ausstattung und die geleisteten Dienststunden sowie Aktivitäten der Ortswehren legte Rudolf Müller bei der Ausschusssitzung vor. Mit insgesamt 4286 Dienststunden für das Jahr 2007 rangiert die Ortswehr Phiesewarden an erster Stelle. Es folgen die Ortswehren Abbehausen mit 3999 sowie die Nordenhamer Wehr mit 3648 Stunden. Einswarden (3248), Esenshamm (2779), Blexen (2100) und Schweewarden (1164) sind ebenfalls erfasst. Rudolf Müller betonte, dass es sich dabei nur um die reinen Dienststunden handelt. Die Wehren leisteten in ihren Ortsteilen sehr viel ehrenamtliche Arbeit wie beispielsweise bei Laternenumzügen, Oster- und Pfingstfesten sowie Theater- und Sportveranstaltungen.