NORDHORN - Der gewaltsame Tod einer 86-jährigen Frau in
einem Altenheim am Dienstag in Nordhorn gibt den Ermittlern Rätsel
auf. Die Ermittler distanzierten sich wieder von einem Tatverdacht,
den sie zuvor gegen die 88 Jahre alte Zimmergenossin der Toten
geäußert hatten, sagte der Sprecher der Osnabrücker
Staatsanwaltschaft, Alexander Retemeyer. Hier müssen wir kräftig
zurückrudern, betonte er.
Ein Pfleger habe die Rentnerin in der Nacht zum Dienstag mit
schweren Kopfverletzungen in ihrem Bett gefunden, sagte Retemeyer.
Kurz darauf starb die Frau. Sie war in ihrem Bett fixiert, konnte
also nicht herausgefallen sein. Laut Obduktionsbericht war sie an
Erbrochenem erstickt.
Wir müssen nun der Frage nachgehen: Wer hat
die Schläge verursacht?, sagte Retemeyer. Außerdem stehe noch nicht
fest, ob die Schläge zum Erbrechen geführt haben und damit letztlich
die Ursache für den Tod waren.
Die Ermittler müssten nun den genauen Tatablauf rekonstruieren.
Der Pfleger habe die Frau mit den Verletzungen gefunden und den
Hausarzt verständigt. Dieser habe daraufhin den Notarzt angerufen,
sagte Retemeyer. Die 88-Jährige habe bislang nicht vernommen werden
können. Wie das Opfer leidet sie an einer schweren Demenz.
