Nossentiner Hütte/Wittmund - Beim Absturz zweier „Eurofighter“ der Luftwaffe in Mecklenburg-Vorpommern ist einer der beiden Piloten ums Leben gekommen. Der zweite überlebte das Unglück verletzt und wurde in die Uniklinik Rostock gebracht.
Die beiden Maschinen waren am Montagnachmittag gegen 14 Uhr bei Luftkampfübungen zusammengestoßen. Ein Flugzeug stürzte am Ortsrand von Nossentiner Hütte auf eine freie Fläche. Das andere stürzte nahe der zehn Kilometer entfernten Ortschaft Jabel in ein Waldstück. Bis in die Abendstunden sicherten Beamte der Kriminalpolizei Spuren.
Die Piloten der Unglücksmaschinen konnten laut Luftwaffe noch die Schleudersitze betätigen. Den einen Piloten entdeckten Rettungskräfte rasch in einer Baumkrone und bargen ihn. Vom zweiten fehlte zunächst jede Spur, später wurden in der Nähe des Absturzortes Leichenteile entdeckt.
Es ist das schwerste Unglück der Bundeswehr in Deutschland seit Jahren. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen besuchte am Abend das Unglücksgebiet an der Mecklenburgischen Seenplatte. „Heute ist der Tag der Trauer und des Schmerzes über den Verlust unseres Soldaten“, sagte sie.
Die Flugzeuge gehörten zum Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“, das in Laage bei Rostock stationiert ist. Dort waren in den vergangenen vier Wochen auch die „Eurofighter“ des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“ aus Wittmund samt 180 Soldaten und zivilen Mitarbeitern stationiert. Auf dem Flugplatz Wittmundhafen ist in dieser Zeit die Startbahn saniert worden. Die Kampfflugzeuge sollten an diesem Montag und Dienstag zurückverlegt werden.
