OLDENBURG - Polizeiarbeit einmal ganz aus der Nähe sehen, diese Chance nutzten Tausende beim gestrigen Aktions- und Präventionstag.

Von Christian quapp

OLDENBURG - Bereits um kurz nach 11 Uhr herrschte Hochbetrieb auf dem Theodor-Tantzen-Platz: Tausende Besucher drängten sich gestern auf der Freifläche vor dem Landesbehördenzentrum. Unterhaltsam und lehrreich zugleich hatte die Polizeidirektion Oldenburg den Aktions- und Präventionstag gestaltet. Drogen- und Sprengstoffsuche mit Hunden, Arbeit mit Schutzhunden, eine Reiterstaffel, die Beweissicherung am Tatort – viele Aspekte der Polizeiarbeit, die sonst im Hintergrund ablaufen, waren aus der Nähe zu beobachten.

Auch abseits der großen Rasenfläche gab es viel zu sehen und zu tun. Besonders vor den Unfallsimulatoren, die von der Verkehrswacht Diepholz ausgeliehen worden waren, standen die Besucher den ganzen Tag über Schlange. Sylvia Denzer war nach einem simulierten Überschlag noch eine ganze Zeit etwas wackelig auf den Beinen. „Man wird hier gut vorbereitet, trotzdem ist die Situation sehr real“, erzählt die 37-jährige Oldenburgerin. Auch Sohn Jonathan (5) hat den Überschlag im Kindersitz mitgemacht, und musste von seiner Mutter aus dem Gurt befreit werden. „Ich habe keine Angst bekommen“, behauptet der Junge stolz, gibt aber trotzdem zu: „Schön war es nicht.“ Das ist auch nicht Sinn der Sache, wie Hauptkommissar Wolfgang Dehling (46) betont: „Wer so eine Simulation mal gemacht hat, kann bei einem realen Unfall vielleicht Panik vermeiden. Eigentlich sollte so etwas schon in der Fahrschule gemacht werden.“

Die Hauptattraktion des Tages war die spektakuläre Landung des Polizeihelikopters gegen 14 Uhr. Eigentlich sollte der Hubschrauber bereits morgens eintreffen, der Start wurde aber durch Nebel verhindert. Viele Besucher werden für diesen Nebel sehr dankbar gewesen sein, hätten sie doch sonst verpasst wie die Piloten unter ohrenbetäubendem Krach und aufgewirbelten Blättern eine Punktladung vor dem Alten Landtag inszenierten.