OLDENBURG - OLDENBURG - „Meine Pflaumenbäume tragen jeden Frühling schwarze Blüten.“ Vieles hat der Oldenburger Gerd Grossmann dagegen schon ausprobiert, geholfen hat bislang nichts. Da beansprucht der erfahrene Hobbygärtner auf der Blumenschau in der Weser-Ems-Halle gerne den Rat eines Experten. „Das sind Blattläuse, die an den jungen Blättern saugen“, klärt ihn Dr. Thomas Brand, Fachreferent für Pflanzenschutz im Gartenbau bei der Landwirtschaftskammer, auf. Die Empfehlung: Eine Winterspritzung mit Öl-Präparaten. Gerd Grossmann nimmt das Rezept vom „Pflanzendoktor“ gerne entgegen: „Wenigstens einmal möchte ich mehr als zwei Pflaumen ernten . . .“

Hauptthema am Stand der Landwirtschaftskammer war ohne Zweifel jedoch der Rhododendron. Hunderte ließen sich dazu in den vergangenen neun Tagen informieren. Insbesondere das durch eine Pilzerkrankung verursachte Knospensterben und die Rhododendron-Zikade (ein Insekt, das den Saft der Pflanze aufsaugt) machen dem Gewächs zu schaffen. „Den Pilz selbst kann man nicht bekämpfen, aber durch die Bekämpfung der Zikade zur richtigen Zeit kann man die Schäden minimieren“, erzählt Brand den Gartenfreunden. Mit dem gezielten Einsatz von Nützlingen wie Marienkäfern könne die „chemische Keule“ oft vermieden werden. „Frühzeitiges Eingreifen schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.“