Oldenburg - Ab diesem Jahr wird an jedem zweiten Samstag im September eine Probewarnung ausgelöst. Die nationale Warnzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) will dadurch die Bevölkerung sensibilisieren. Am kommenden Donnerstag, 10. September, ist es so weit.
Was ist das Ziel des Warntages?
Die Bevölkerung soll mit der jährlichen Probewarnung über Gefahren aufgeklärt werden. Diese Warnungen machen auf Apps wie „Katwarn“ sowie Sirenen und digitale Werbeflächen aufmerksam. Die Funktion sowie der Ablauf der Warnung werde somit verständlicher für Bürger, wie die Stadt mitteilt.
Was heißt das für Oldenburg?
Die Stadt Oldenburg nimmt ebenfalls an diesen Warnungen teil und nutzt hierfür das „Katwarn“ System. Wer diese App installiert, erhält automatisch die jährliche Probewarnung auf sein Mobiltelefon. Es wird im Gebiet der Stadt Oldenburg nicht nur über Gefahren wie Hochwasser, Bombenbefunde oder Großbrände informiert, sondern auch über gefährliche Wetterlagen und witterungsbedingte Schulausfälle. Also werden die Oldenburger am kommenden Donnerstag durch Sirenen, Apps, Radioansagen und viele weitere Warnmittel informiert.
Wie wichtig sind die Sirenen noch?
Seit 2012 gibt es das „Katwarn“ System, um die Bevölkerung zu warnen und zu informieren. An diesem Warntag setzt die Stadt Oldenburg fast nur auf digitale und mediale Wege, um die Bevölkerung zu alarmieren. Zwei mobile Sirenenanlagen sollen nur die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger wecken, um sich dann genauer über Apps oder andere Medien zu informieren.
Das Zivilschutz-Sirenennetz in Westdeutschland umfasste 1990 zwar rund 80 000 Sirenen – in der Stadt selbst waren es um die 100 Sirenen – doch nach Ende des Kalten Krieges wurde dieses Sirenennetz dann vom Bund aufgegeben. Der Grund dafür war die Veränderung der sicherheitspolitischen Lage. Somit wurden die alten Sirenen in Oldenburg demontiert. Neben den hohen Kosten für ein neues Sirenennetz waren auch die detaillierten Warnhinweise über die App ein Grund, sich gegen die flächendeckende Warnung über die Sirenen zu entscheiden.
Und wer diese App nicht hat?
Zurzeit haben rund 22 700 Menschen aus dem Gebiet der Stadt Oldenburg das „Katwarn“ System installiert und können somit erreicht werden. Doch wie sollen die restlichen 150 000 Einwohner Oldenburgs am bundesweiten Warntag gewarnt werden?
Die Stadt Oldenburg erklärt hierzu, dass jeder „Katwarn“ Nutzer gleichzeitig auch als Multiplikator diene, um die Gefahrenmeldung an sein Umfeld weiterzuleiten und alle zu informieren. Somit sehe man das „Katwarn“ System lediglich als Ergänzung zu den klassischen Warnmechanismen wie Radioansagen oder Ansagen über Lautsprecherwagen.
