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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Doch kein Urteil im EWE-Prozess

14.03.2018

Im Prozess um die fristlose Kündigung des früheren EWE-Chefs Matthias Brückmann wird es vorerst kein Urteil geben: Das Landgericht hat den für diesen Donnerstag angesetzten Verkündungstermin aufgehoben. Stattdessen will die Kammer wieder in die Beweisaufnahme rund um die sogenannte Klitschko-Spende einsteigen.

Lesen Sie auch: Abgehoben – Die EWE in der Krise

Für den Fortsetzungstermin am 21. Juni hat das Gericht prominente Zeugen geladen. So sollen nach NWZ-Informationen neben dem aktuellen Marktvorstand Michael Heidkamp und Finanzvorstand Wolfgang Mücher auch der ehemalige Aufsichtsratschef Dr. Stephan-Andreas Kaulvers sowie Ex-Vorstand Ines Kolmsee aussagen.

Die Kammer hat zudem die EWE aufgefordert, innerhalb von drei Wochen Dokumente nachzureichen. Dabei geht es unter anderem um Beschlussvorlagen des Finanz- und Prüfausschusses des Aufsichtsrats und um Spendenpläne. „Die vom Gericht gewünschten Unterlagen bringen wir selbstverständlich bei“, teilte ein Unternehmenssprecher am Dienstag mit. Weiter wollte er die aktuellen Vorgänge nicht kommentieren.

Der Anwalt des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Brückmann, Dr. Bernd-Wilhelm Schmitz, kündigte gegenüber der NWZ an: „Das wird ein langwieriger Prozess werden.“ Die EWE sei „gut beraten, die Sache vom Tisch zu bekommen“, meint er: Die Brückmann-Seite wirbt weiter für eine gütliche Einigung, EWE hatte die Forderungen aber als „nicht akzeptabel“ zurückgewiesen. Brückmann fordert eine siebenstellige Summe vom Energieversorger.

„Das Ganze wirft noch einmal ein Licht auf die recht robuste, brüske Haltung des Aufsichtsrats, die Vergleichsgespräche abzubrechen“, so Schmitz weiter. Die EWE gehe ein „ganz erhebliches Prozessrisiko“ ein.

Brückmann war im Februar 2017 wegen einer „Vielzahl diverser grober Verfehlungen“ fristlos entlassen worden. Im Mittelpunkt der Vorwürfe gegen den heute 56-Jährigen stand eine Spende an die Stiftung der Boxer-Brüder Klitschko in Höhe von 253.000 Euro, mit der Brückmann gegen Unternehmensregeln verstoßen haben soll.

Karsten Krogmann
Redakteur
Reportage-Redaktion
Tel:
0441 9988 2020

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