Oldenburg/Cloppenburg - Das Oldenburger Landgericht hatte den Cloppenburger Rechtsanwalt Adem Ortac (40) kürzlich wegen Betrugs, Steuerhinterziehung und Verstoßes gegen das Berufsverbot zu einer Bewährungsstrafe verurteilt – jetzt hat der Anwalt Rechtsmittel gegen das Urteil des Landgerichts Oldenburg eingelegt. Die 2. Strafkammer hatte ihn am 14. März wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 13 Fällen, elf Fällen von Steuerhinterziehung und Verstoßes gegen das Berufsverbot zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Ortac ließ über seine Anwälte Revision einlegen. Nach Überzeugung des Gerichts hatte Ortac Migranten gefälschte Aufenthaltserlaubnisse verkauft. Es hatte auch sechs Verstöße gegen das gegen ihn verhängte vorläufige Berufsverbot aufgezählt. Ortac, der in Cloppenburg dem Rat angehört und bis zu den Ermittlungen gegen ihn SPD-Fraktionsvorsitzender war, hatte außerdem über Jahre Einkommen- und Umsatzsteuer nicht bezahlt.

In Justizkreisen gilt das Urteil gegen Ortac als milde Strafe.