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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Prozess um Delmenhorster Stromschlag-Opfer gestartet

20.01.2020

Oldenburg /Delmenhorst Fast acht Jahre ist es her, als Niklas M. bei einem Unfall mit Starkstrom im Rangierbahnhof Delmenhorst schwer verletzt wurde. Damals, im April 2012, verlor der heute 21-Jährige beide Unterschenkel und einen Arm.

Niklas M. war mit einem Freund am Rangierbahnhof unterwegs, als er auf einen abgestellten Tankwaggon kletterte. Im Polizeibericht steht später, dass Nachbarn am 27. April gegen 19.50 Uhr einen Knall hörten und einen Lichtbogen sahen, der sich von der Oberleitung zu einem Waggon spannte. Und dass Niklas auf dem Waggondach lag. Ein Schlag von 15 000 Volt traf den Jungen damals.

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Kommt man einer solchen Leitung näher als 1,50 Meter, kann es zu einem sogenannten Spannungs-Überschlag kommen. Das heißt, man bekommt einen Stromschlag, ohne die Leitung zu berühren.

Im Prozess vor der 3. Zivilkammer des Oberlandesgerichts Oldenburg geht es nun um Schmerzensgeld, Schadensersatz und um die Frage, ob der damals 13-Jährige die Gefahr hätte ahnen können.

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Wie das Nachrichtenportal NonstopNews berichtet, haben Niklas M. und seine Mutter die nötige Prozesskostenhilfe erstritten. Nach Ansicht des Anwalt von Familie M., war das Gelände unzureichend gesichert – zudem sei an den Waggons keine ausreichende Warnung vor potenziell tödlichen Stromschlägen angebracht gewesen, berichtet Nonstop­News weiter. Die Vertreter der DB Netz AG und der Betreiberfirmen der dort abgestellten Waggons zweifeln diese Sichtweise an.

Für seinen Mandanten fordert der Anwalt ein angemessenes Schmerzensgeld und eine Beteiligung der Gegenseite an den finanziellen Aufwendungen, die durch das Unglück entstanden sind. Darüber hinaus soll der Prozess auch dabei helfen, die Öffentlichkeit stärker für die Gefahren durch Stromschläge an Bahnleitungen aufmerksam zu machen, damit ähnliche Vorfälle nicht mehr vorkommen.

Tonia Hysky Redakteurin / Newsdesk
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