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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Fragen An Die Oldenburger Polizei: So wird es eine sichere Kohltour

24.01.2020

Oldenburg Gemeinsam eine schöne Wanderung unternehmen, ein Bier in der Hand, zwischendurch kuriose Spiele und am Ende einen deftigen Teller Grünkohl mit Pinkel und Kasseler – die Kohltouren gehören für die Menschen hier im Nordwesten zum Jahresanfang dazu wie das Amen in der Kirche.

Allerdings setzt in der Grünkohl-Saison die Dämmerung immer noch recht früh ein, und die Dunkelheit könnte für die Gruppen gefährlich werden. Im vergangenen Jahr hatte es in Stadland einen Unfall geben, bei dem zwei Teilnehmer einer Kohltour verletzt wurden. Ein Autofahrer hatte die unbeleuchtete Gruppe zu spät gesehen.

Um eine Kohlfahrt möglichst sicher zu machen, gibt es einige Tipps der Polizei, die sich einfach umsetzen lassen. Die Tipps lassen sich natürlich auch auf Boßel-Gruppen übertragen.

Wie sollte die Strecke am besten geplant werden?

Für gewöhnlich plant das Königspaar sämtliche Details, auch die Strecke. Und diese sollte nicht auf den letzten Drücker feststehen, empfiehlt die Polizei. Für die geplante Wegstrecke sollten aus Sicherheitsgründen mehrere Kriterien gelten.

 Am besten steht die angemessen lange Strecke rechtzeitig einige Wochen vorher. Die Polizei gibt zu bedenken, dass eine Kohltour mitunter länger dauern kann, als vorher angenommen. Beispielsweise durch Spiele, Pausen und sonstige Aktivitäten. Daher wird eine Wegstrecke von vier bis sechs Kilometern empfohlen, das ist in der Regel ausreichend.
 Die Strecke, entlang derer die Kohltour führen soll, sollte möglichst über eine Straßenbeleuchtung verfügen. Man selbst sieht besser und wird auch besser von anderen gesehen.
  Vielbefahrene Hauptstraßen sollten die Kohlgänger lieber meiden, stattdessen Nebenstraßen, Gehwege oder Feldwege nutzen.

Wo sollten am besten Pausen gemacht werden?

Bereits im Vorfeld sollten geeignete Punkte für Pausen und die damit verbundenen Spiele festgelegt werden. Diese Plätze sollten sich abseits vom Verkehrsgeschehen befinden.

Was müssen die Teilnehmer bei der Kleidung beachten?

Klar, kalt wird es werden. Deswegen heißt die Devise: warm anziehen. Die Kleidung sollten Kohltour-Gänger der Witterung anpassen. Zu dieser Jahreszeit heißt das: nicht nur wind- und wasserdicht, sondern auch möglichst hell.
Die Warnweste gehört vermutlich nicht zu den modischsten Accessoires, kann aber Leben retten. Daher wird seitens der Polizei empfohlen, an alle Teilnehmer der Kohltour Warnwesten zu verteilen.

Wie kann man den Bollerwagen sicher machen?

Sichtbar sein schadet auch dem Gefährt nicht: Damit der Bollerwagen schon aus der Ferne erkannt wird, sollte der Begleitwagen in jedem Fall über ausreichend Reflektoren verfügen.

Gibt’s beim Wagen auch zu viel des Guten?

Bollerwagen, beziehungsweise Handwagen, sind keine zulassungspflichtigen Fahrzeuge wie beispielsweise auch Fahrrad oder Anhänger nicht, erklärt die Polizei. Deshalb gibt es keine Ausrüstungsvorschriften. Unbedingt vermieden werden muss allerdings eine Gefährdung anderer im öffentlichen Verkehrsraum, wenn zum Beispiel andere Verkehrsteilnehmer geblendet werden könnten – durch Scheinwerfer, Leuchten oder Ähnliches am Bollerwagen.

Wie sollte sich die Gruppe auf der Straße verhalten?

Manchmal lassen sich die Überquerung oder der Gang an einer Straße nicht vollkommen vermeiden. Grundsätzlich gilt: Die Teilnehmer einer Kohltour müssen sich an die Regeln der Straßenverkehrsordnung (StVO, §25) halten.

Das heißt: Straßen sind auf dem kürzesten Weg quer zur Fahrbahn zu überqueren – oder wenn es die Verkehrslage erfordert nur an einer Ampel beziehungsweise an einem Fußgängerüberweg. Auf jeden Fall sollten die Gruppen vorhandene Gehwege nutzen. Fußgänger mit Fahrzeugen (und dazu zählen auch Bollerwagen) oder sperrigen Gegenständen dürfen nicht zwischen Fahrbahn und Gehweg wählen.

Auf der Fahrbahn darf laut Polizei nur gegangen werden, wenn die Straße weder einen Gehweg noch einen Seitenstreifen hat. Ist das gar nicht der Fall, also hat die Straße weder Gehweg noch Seitenstreifen, so müssen Fußgänger innerhalb geschlossener Ortschaften am rechten Fahrbahnrand gehen. Außerhalb geschlossener Ortschaften am linken Fahrbahnrand – sofern das zumutbar ist. Bei Dunkelheit, schlechter Sicht oder wenn die Verkehrslage es erfordert, müssen die Menschen einzeln hintereinander gehen.


Ein Grünkohl-Spezial finden Sie unter   www.nwzonline.de/gruenkohl 
Tonia Hysky Redakteurin / Newsdesk
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