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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Klinikmord-Prozess: Högel nennt sich „eiskalt“

22.11.2018

Oldenburg Im Klinikmord-Prozess hat der ehemalige Krankenpfleger Niels Högel erstmals so etwas wie eine Entschuldigung abgegeben. „Jeder einzelne Fall tut mir unendlich leid“, sagte er am Mittwoch in der Oldenburger Weser-Ems-Halle. Wenn er heute an seine Taten denke, empfinde er „Scham, teilweise Ekel vor mir selbst und ein großes Fragezeichen“. Er wisse nicht, warum er so „eiskalt“ gewesen sei.

Högel ist angeklagt, 100 Krankenhaus-Patienten in Oldenburg und Delmenhorst ermordet zu haben. Am zweiten Verhandlungstag konfrontierte ihn Richter Sebastian Bührmann jetzt mit den ersten 26 Fällen, die in der Anklageschrift aufgelistet sind. 15 Taten gestand Högel. An zehn der Fälle kann er sich nach eigenen Angaben nicht erinnern. „Ich kann es aber auch nicht ausschließen“, sagte er wiederholt.

Högel gab nicht nur eigene Taten zu – er belastete auch ehemalige Kollegen. So warf er etwa einem damaligen Assistenzarzt des Klinikums Oldenburg vor, „wie im Wahn“ eine Patientin reanimiert zu haben, bis ihr ein Rippenknochen ins Herz gestoßen sei. Högel räumte ein, der Patientin zuvor eine Medikamentenüberdosis verabreicht und sie so in die Notfallsituation gebracht zu haben.

Einen der 26 Tötungsvorwürfe bestritt Högel allerdings. Über einen Todesfall aus dem Juli 2000 im Klinikum Oldenburg sagte er: „Das ist einer von wenigen Patienten, wo ich sagen kann, dass ich keine Manipulationen vorgenommen habe.“ Högel deutete stattdessen an, dass eine Kollegin sich verdächtig verhalten habe. Sie habe einen „gewissen Ruf“ gehabt.

Der Prozess gegen Högel wird an diesem Donnerstag fortgesetzt. Das Gericht will den Angeklagten mit weiteren Mordvorwürfen konfrontieren. Högel ist in früheren Prozessen bereits wegen sechs Taten verurteilt worden. Er verbüßt eine lebenslange Haftstrafe.

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Karsten Krogmann Redakteur / Reportage-Redaktion
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