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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Landgericht bereitet Nebenkläger auf Mega-Prozess vor

11.09.2018

Oldenburg Mit einem Probelauf in der Weser-Ems-Halle hat das Landgericht Oldenburg am Montag die insgesamt rund 120 Nebenkläger auf den Mordprozess gegen den früheren Krankenpfleger Niels Högel vorbereitet. Sieben Wochen vor dem ersten Sitzungstag konnten die Opfer-Angehörigen die zum Gerichtssaal umgebauten Festsäle der Weser-Ems-Halle besichtigen. Högel soll sich dort ab dem 30. Oktober wegen Mordes an 98 Krankenhaus-Patienten in Oldenburg und Delmenhorst verantworten.

Wegen der großen Zahl an Prozessbeteiligten muss das Landgericht in die Weser-Ems-Halle ausweichen. Neben den Nebenklägern müssen mehr als 30 Anwälte, Ankläger, Richter und Schöffen im Saal Platz finden, außerdem gibt es 198 Sitze für die Öffentlichkeit. 80 davon sind für Journalisten reserviert. Der Gerichtssaal muss zu jedem Prozesstermin eigens auf- und wieder abgebaut werden.

„Es ist für uns das erste Mal“, sagte Richter Sebastian Bührmann, Vorsitzender der 5. Strafkammer, mit Blick auf die Dimensionen des Verfahrens. Zunächst vor den Nebenklägern und später am Tag noch einmal vor Journalisten erinnerte Bührmann daran, dass es in diesem Prozess allein darum gehe, festzustellen, ob Högel schuldig sei. „Es geht hier nicht darum, ähnlich einem Untersuchungsausschuss alles aufzuklären, das irgendwie aufzuklären ist.“ Der häufig diskutierten Frage etwa, ob Mitarbeiter der Kliniken Morde hätten verhindern können, werde in gesonderten Verfahren nachgegangen.

In früheren Prozessen ist Högel bereits wegen sechs Taten zu einer lebenslanger Haftstrafe verurteilt worden. Auch das stellte Richter Bührmann noch einmal klar: Der erneute Prozess wird keine schärfere Strafe für Högel zur Folge haben; mehr als einmal „lebenslänglich“ gibt es nicht im deutschen Recht.

Lesen Sie auch:

Högel-Prozess in Weser-Ems-Halle: Wie wird aus einer Festhalle ein würdevoller Gerichtssaal für ein Mordverfahren?

Karsten Krogmann
Redakteur
Reportage-Redaktion
Tel:
0441 9988 2020

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Landgericht Oldenburg | Delmenhorst

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