OLDENBURG - Die Polizei hat Strafverfahren wegen Körperverletzung und versuchter Gefangenenbefreiung gegen zwei Verdächtige eingeleitet, die nach einem Unfall auf der Kreuzung Alexanderstraße/Bürgerbuschweg einen Polizisten mit Fußtritten angegriffen hatten. Der Polizist hatte den Unfallverursacher festgenommen.
Der 25 Jahre alte und unter Drogen- sowie Alkoholeinfluss stehende Unfallfahrer hatte am Dienstagabend mit einem Auto das Rotlicht einer Ampel missachtet und war frontal in den Wagen einer 85 Jahre alten Frau gefahren (NWZ
berichtete). Den Schlüssel des nicht angemeldeten Autos, an dem auch die Nummernschilder fehlten, hatte ihm eine Bekannte gegeben. Der Mann konnte, so Polizeisprecher Markus Scharf, nur mit Gewalt und Unterstützung eines Zeugen aus dem Wagen gezerrt und auf der Straße „fixiert“ werden.„Ohne ersichtlichen Grund kamen dem Unfallverursacher mehrere Personen ,zu Hilfe’, die versuchten, den Mann zu befreien“, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Passanten konnten eine weitere Eskalation verhindern. Bei der „insgesamt sehr unübersichtlichen Auseinandersetzung“ wurde ein 31 Jahre alter Mann, der dem Polizisten helfen wollte, am Kopf verletzt. Von zwei Angreifern wurden die Personalien festgestellt. Ein Verdächtiger ist 30 Jahre, der zweite 19 Jahre alt. Ob es sich um Bekannte oder Freunde des Unfallverursachers handelt, konnte Polizeisprecher Markus Scharf nicht bestätigen. Der 19-Jährige ist der Polizei unter anderem wegen einer Körperverletzung bekannt, der 30-Jährige ist noch nicht in Erscheinung getreten. Mehrere Streifenwagen waren zur Verstärkung des Beamten zum Unfallort geeilt.
Polizeichef Johann Kühme bedankte sich für den Einsatz der Zeugen, die dem Polizisten zu Hilfe geeilt waren. Kühme: „Ich bin sehr dankbar dafür, dass couragierte Mitbürger unserem Kollegen geholfen haben. Das verdient Respekt und Anerkennung.“
An den beteiligten Autos entstand ein Schaden in Höhe von 7000 Euro.
