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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Patienten-Morde: Ermittlungen in der Türkei

18.08.2018

Oldenburg In der Mordserie an Krankenhaus-Patienten hat die Oldenburger Staatsanwaltschaft in einem Fall die offiziellen Ergebnisse einer Obduktion aus der Türkei erhalten. Diese würden nun mit Hilfe der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) geprüft. Es müsse festgestellt werden, ob sie für das Verfahren verwertbar seien, sagte Oberstaatsanwalt Martin Koziolek. Details über die Ergebnisse wurden nicht genannt. Derzeit seien noch zwei weitere Fälle in der Türkei offen.

Der Ex-Pfleger Niels Högel soll mehr als 100 Patienten an den Kliniken Oldenburg und Delmenhorst getötet haben. Wegen sechs Taten sitzt er bereits lebenslang in Haft. Von Ende Oktober an muss er sich wegen 98 Morden erneut vor Gericht verantworten. Sollte sich ein hinreichender Verdacht bei dem verstorbenen Patienten aus der Türkei bestätigen, müsste Högel mit einer weiteren Mordanklage rechnen.

Lesen Sie auch:
Mordakte Högel: Das Leiden der Anderen, Artikel vom 16. September 2017
Alle Berichte zu dem Krankenpflegerprozess hier im Spezial

Die Oldenburger Staatsanwaltschaft hatte die türkischen Behörden per Rechtshilfegesuch gebeten, die Leichen von mehreren früheren Patienten Högels auszugraben und auf Rückstände von Medikamenten zu untersuchen. In dem jetzt vorliegenden Fall hatten die Ermittler bereits Informationen von den Angehörigen erhalten, die nun von den Behörden bestätigt wurden.

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