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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Mit Kamera gegen Handys

28.03.2019

Oldenburg Neben überhöhter Geschwindigkeit ist vor allem die Ablenkung im Straßenverkehr eine häufige Unfallursache. Im Nachhinein kann jedoch häufig nur schwer festgestellt werden, aus welchem Grund ein Verkehrsteilnehmer von der Fahrbahn abgekommen, in den Gegenverkehr gefahren oder auf das Stauende aufgefahren ist.

Die Ablenkung im Straßenverkehr steht daher im Fokus der Verkehrssicherheitsarbeit der Polizeidirektion Oldenburg. Als Vorreiter in Niedersachsen hat sie im Februar das Pilotprojekt „Ablenkung im Führerhaus“ gestartet. Und das erfolgreich, wie die Polizeidirektion am Mittwoch mitteilte.

Im Fokus der Polizei steht die Überwachung des Schwerlastverkehrs. Ziel der Maßnahme ist es, schwere Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Lkw zu reduzieren und erstmalig durch technische Mittel die beweissichere Ahndung von Verstößen sicherzustellen, wie zum Beispiel das Starren auf Smartphones oder Tablets während der Fahrt.

Insgesamt gab es im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion im vergangenen Jahr 44 629 Verkehrsunfälle. Bei den tödlichen Unfällen macht die Ursache „Sonstiges“ mit 25,5 Prozent den größten Anteil aus – darunter fällt auch Ablenkung. „Wir sehen tagtäglich Fahrzeugführer, die im Blindflug unterwegs sind. Wer meint, eine Nachricht zu schreiben sei wichtiger als der Blick auf die Straße, riskiert nicht nur sein, sondern auch das Leben Unbeteiligter“, sagt Projektleiter Cliff Sprenger.

Die Polizeidirektion Oldenburg hat für das Projekt vier GoPro-„Actions-Kameras“ angeschafft. Durch Bildstabilisatoren ermöglichen sie wackelfreie Videos, sie bieten eine hohe Auflösung, sind einfach zu handhaben und wetterfest. Die Kameras wurden auf die Dächer von vier Zivil-Bullys montiert, um einen guten Blickwinkel ins Lkw-Führerhaus zu erhalten.

Die Bullys sind seit Februar auf den Autobahnen 1, 27, 28 und 29 von Montag bis Samstag im Einsatz, um Verstöße von Lkw-Fahrern im Führerhaus per Video zu dokumentieren und diese zu ahnden. Mit dem Bildmaterial können die Fahrer vor Ort konfrontiert werden. Bislang konnten im Rahmen des Projekts rund 490 Verstöße geahndet werden. Das Pilotprojekt soll noch bis Ende Mai laufen, ehe dann die Auswertung erfolgt.

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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