OLDENBURG - OLDENBURG - Schon wieder Ärger mit prügelnden Jugendlichen: Nachdem die Polizei am vergangenen Donnerstag eine geplante Massenschlägerei an der Hundsmühler Straße noch rechtzeitig verhindert hatte (NWZ berichtete), kam es am Montagabend zu einer Auseinandersetzung auf dem Gelände der Helene-Lange-Schule am Marschweg.

Als mutmaßlicher Haupttäter gilt in beiden Fällen ein 17-jähriger Schüler aus Bloherfelde. Der Jugendliche ist nach Polizeiangaben ein erfolgreicher Nachwuchsboxer.

Nach bisherigen Ermittlungen hatte sich der 17-jährige Russlanddeutsche am Montagabend mit 14 anderen Schülern im Alter zwischen 12 und 17 Jahren am Bodenburgteich getroffen. Die Gruppe ging gegen 21.25 Uhr zum Gelände der Helene-Lange-Schule, wo sich fünf Erwachsene (22 bis 25 Jahre alt) aufhielten und Bier tranken.

Der laut eigener Aussage bereits angetrunkene 17-Jährige verlangte von einem 23-Jährigen, der der Polizei durch Diebstahl, Körperverletzung und Einbruch bekannt ist, ein Bier. Als er dies nicht bekam, sprühte er mit Reizgas. Dies ließ sich der Erwachsene nicht gefallen. Er griff den Schüler an. Gegen dessen gezielte Fausthiebe hatte er aber keine Chance. Als das verletzte Opfer am Boden lag, soll der 13-jährige Bruder des Boxers zugetreten haben.

Der 13-Jährige spielte auch bei der geplanten Massenschlägerei vom vergangenen Donnerstag eine Rolle. Weil ihm Jugendliche aus Kreyenbrück eine Wasserpfeife beschädigten, kam es laut Polizei zu der Auseinandersetzung an der Hundsmühler Straße. Daran waren rund 50 Jugendliche aus Eversten/Bloherfelde und Kreyenbrück beteiligt. Verabredet hatten sich die beiden Gruppen über ein Internet-Forum. Es soll auch am vergangenen Freitag ein Treffen gegeben haben.

Die Polizei nimmt die Vorfälle ernst: In Eversten werden die Streifen verstärkt.