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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Prozess Gegen Polizisten In Oldenburg: Wenig Erhellendes am vermeintlichen Tatort

12.04.2019

Oldenburg Tatort Real-Parkplatz in Oldenburg? Der Prozess gegen zwei Polizisten, denen die Staatsanwaltschaft fahrlässige Tötung vorwirft, ist am Donnerstagmorgen mit einem Außentermin am Stubbenweg fortgesetzt worden. Hier hatten die beiden 23- und 25-jährigen Beamten im November 2017 einen 23-jährigen Mann ausgesetzt, der wenige Stunden später bei einem Unfall ums Leben kam.

Fraglich ist, ob die beiden jungen Beamten fahrlässig gehandelt haben, als sie den betrunkenen Mann nachts hier aussetzten, anstatt ihn direkt nach Hause zu fahren.

Ins Detail ging das Gericht nicht. „Dies ist ein Parkplatz, und den nehmen wir nun in Augenschein“, sagte der Vorsitzende Richter Horst Kießler launig zur Eröffnung der Verhandlung gegen 8.30 Uhr. Eine kurze Kabbelei, wo denn nun genau „die Mitte“ des Parkplatzes und damit der präzise Ort der Aussetzung sei, blieb ohne Ergebnis. Oberstaatsanwalt Dirk Bredemeier, der den Ortstermin angeregt hatte, erläuterte dann kurz einige fragliche Punkte: Die privat betriebenen Lichtanlagen seien zum Zeitpunkt, als der 23-Jährige hier ausgesetzt wurde, nicht in Betrieb gewesen. Nur ein Reklameschild sei beleuchtet gewesen. Das Gelände insgesamt sei weitläufig und unübersichtlich, es gebe mehrere Wege, auf denen man es verlassen könne.

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Hintergrund: Darum sollen sich zwei Polizisten vor Gericht verantworten

Schlüsse wurden daraus zunächst nicht gezogen. „Ich weiß nicht, inwieweit die Schöffen und das Gericht hier ortskundig sind“, sagte Staatsanwalt Bredemeier auf Nachfrage. Nun habe jeder einen Eindruck vom Ort des Geschehens gewonnen. Nach nur sechs Minuten wurde der Ortstermin beendet. Der Strafverteidiger des einen Angeklagten, Christian Landowski, wies darauf hin, dass es einen beleuchteten Weg vom Parkplatz zu den VWG-Bushaltestellen gibt, deren Lampen über Sensoren gesteuert werden (und die an die öffentliche Beleuchtung angeschlossen sind).

Die Verhandlung wurde anschließend im Gerichtssaal fortgesetzt. Unter anderen sagte der Einsatzleiter der Wache aus, in der die beiden Angeklagten in der Tatnacht Dienst taten. Dabei ging es wieder einmal um den Zeitpunkt, zu dem die beiden Angeklagten das spätere Unfallopfer auf dem Parkplatz ausgesetzt haben. Die Nebenklage und die Anklagebehörde gehen davon aus, dass die beiden Angeklagten den 23-Jährigen ausgesetzt haben, bevor sie im Polizeifunk von einer brenzligen Situation in einer Gaststätte in Hafennähe hörten. Die beiden Angeklagten machen von ihrem Schweigerecht Gebrauch.

Der Prozess wird am Dienstag, 16. April, mit der Aussage eines Sachverständigen fortgesetzt (9 Uhr). Er sollte aufgrund der Zeugenaussagen beurteilen, ob das spätere Unfallopfer trotz des von Zeugen geschilderten Alkoholkonsums „wegefähig“ war. Es könnte auch sein, dass am Dienstag die Plädoyers gehalten werden.

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