OLDENBURG - Noch sind die Aufräumarbeiten im Gange. Hallen-Betreiber Thomas Jaeger möchte den Betrieb weiterführen.
Von Rainer Dehmer
OLDENBURG - Der Anblick des Gebäudes ist nach wie vor trostlos: Sieben Wochen nach dem Brand in der Skatearena neben der Hauptpost beim Bahnhof sind die Aufräumarbeiten noch nicht abgeschlossen. Eine Spezialfirma baute in den vergangenen Wochen die beschädigten Eternit-Wellplatten auf dem Dach ab. Die Abfälle mit den krebsauslösenden Asbestfasern wurden in großen Säcken verpackt. Mehrere Dutzend der weißen Säcke stehen derzeit noch hinter der verschlossenen Tür, die zum Gelände neben den Bahngleisen führt.Derweil ist der Betreiber der Halle, Thomas Jaeger, weiterhin fest entschlossen, den Betrieb fortzuführen, um Skatern und BMX-Fahrern eine Möglichkeit zu bieten, ihren Sport im Stadtgebiet auszuüben. „Ich bin relativ optimistisch. Im Moment steht aber noch nicht fest, ob die Halle saniert oder durch einen Neubau ersetzt wird“, so Jaeger.
Er hofft, dass innerhalb der nächsten drei Wochen eine Entscheidung fällt. Zuvor seien aber noch Gespräche mit der Versicherung, mit Sponsoren und der Eigentümerin der rund 3200 großen Halle, der Firma Aurelis mit Sitz in Eschborn, zu führen. „Wir werden das Gebäude auf jeden Fall wieder aufbauen. Uns fehlt aber noch der Bericht vom Statiker“, sagte gestern Uwe Richter von der für Oldenburg zuständigen Aurelis-Niederlassung Nord in Hamburg. Der Mietvertrag mit der Skatearena gelte weiterhin. Denkbar sei, wie auch von Jaeger und der Stadt gewünscht, die ehemalige Pakethalle zu einem modernen Jugend-Freizeittreff umzugestalten.
Am Wochenende wurde bereits mit einem Art Notbetrieb begonnen. Die Mädchen und Jungen einer Skateboard-Schule übten erstmals wieder in der Halle. „Das ist aber nur im hinteren Bereich möglich“, so Jaeger. Durch den Brand sei die Anlage zu einem Drittel zerstört worden.
Ausgebrochen war das Feuer am Abend des 24. November in der kleinen Werkstatt im Eingangsbereich der Skater-Halle. Schnell entwickelte sich daraus ein Großbrand, den die Feuerwehr mit 51 Einsatzkräften bekämpfte.
Die Polizei ermittelt seitdem wegen Brandstiftung. Denn Experten hatten in dem Gebäude Spuren von Brandbeschleuniger entdeckt. Das sichergestellte Material liegt derzeit noch zur Auswertung beim Landeskriminalamt in Hannover. „Auf das Gutachten warten wir noch“, sagte gestern ein Polizeisprecher.
