OLDENBURG - Übler Scherz oder Straftat? Polizeisprecher Markus Scharf trifft eine klare Aussage: „Die Substanz der Bronzeplastik ist nicht beschädigt, also ist es keine Sachbeschädigung, und damit liegt auch keine Straftat vor.“ Und so bleibt die von Passanten am Montagmorgen viel beachtete Verwandlung „Donnerhalls“ vor der Volksbank in der Langen Straße zum rosa Einhorn ungesühnt.

Unbekannte hatten in der Nacht zu Montag die 700 Kilogramm schwere Pferdeskulptur vom berühmten Oldenburger Hengst „Donnerhall“ mit Frischhaltefolie umwickelt und mit Wasserfarbe zart-rosa angestrichen. Den roten Sattel mit weißen Kreuzen hatten sie laut Polizei auf die Folie geklebt, zwischen Donnerhalls Ohren platzierten die Unbekannten ein mit Goldfolie umwickeltes Horn.

Die Volksbank hatte Mitte 2007 zur Einweihung der neu gepflasterten Langen Straße das lebensgroße Bronzepferd gestiftet. Enthüllt wurde es damals von den Volksbank-Vorständen Matthias Osterhues und dem mittlerweile verstorbenen Hermann Schaa, Sportreporterlegende Hans-Heinrich Isenbart, Donnerhall-Züchter Otto Gärtner sowie Rolf Habermann (Ausbaugesellschaft). Das 700 Kilo schwere Kunstwerk war in der Oldenburger Metallgießerei Harms an der Emsstraße gegossen worden. Donnerhall gilt als eines der erfolgreichsten Sport- und Zuchtpferde überhaupt.

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg