Oldenburg - In unserem monatlichen Rückblick über die meist beachteten Artikel auf NWZonline stellen wir Ihnen die Themen vor, die am meisten für Aufsehen gesorgt haben. Das war im Mai 2018 los:
Inferno auf Kartonfabrik-Gelände in Varel
Großeinsatz in Varel: Nachdem am Nachmittag des 21. Mai auf dem Außengelände der Papier- und Kartonfabrik einige Altpapierballen in Brand geraten waren, brach ein Großfeuer auf dem Gelände aus. 7000 Tonnen Altpapier standen in Flammen, die in Spitzenzeiten bis zu 200 Feuerwehrleute bekämpften. Insgesamt beteiligten sich in den zwei Einsatztagen 400 Einsatzkräfte aus Friesland sowie den Landkreisen Oldenburg, Wesermarsch, Ammerland, Cloppenburg und auch aus Ostfriesland. Zwei Tage später war der Brand gelöscht. Inzwischen steht auch die Brandursache fest.
Massenschlägerei am Vatertag in Ganderkesee
Am Vatertag gehen bei Weitem nicht nur Väter mit Bollerwagen und Schluck in der Pulle auf Tour. Auch im Oldenburger Land feierten Männer (und Frauen) weitgehend friedlich bei schönstem Wetter am Himmelfahrtstag. Einige Chaoten konnten ihre Aggression jedoch nicht im Zaum halten – und ganz besonders gewalttätig waren sie in Hoykenkamp in der Gemeinde Ganderkesee: Dort versuchte ein Großaufgebot der Polizei stundenlang, einer Gruppe von zunächst 10 bis 15 sich prügelnden Menschen Herr zu werden. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurden mehrere Menschen, darunter auch ein Polizist, verletzt. Das Geschehen beschäftigte in der Folge auch den Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund.
Zeteler darf nicht zur Freiwilligen Feuerwehr
Zur Feuerwehr wollen nicht nur kleine Kinder und grüne Drachen: Auch Heiko Hara wäre gerne dabei. Der 36-Jährige war in Hessen stellvertretender Stadtbrandinspektor und lebt seit einem Jahr in Zetel. Dort würde er gerne wieder seinem „mehr-als-nur-ein-Hobby“ nachgehen – doch die Freiwillige Feuerwehr Zetel nimmt ihn nicht auf. Denn laut Satzung hat sie bereits ausreichend Mitglieder: nämlich 60. „Wenn alles belegt ist, dürfen keine weiteren Feuerwehrleute in die aktive Wehr aufgenommen werden“, sagt Gemeindebrandmeister Stefan Eilers dazu. Und fügt hinzu: „Sobald die Möglichkeit besteht, dass wir Heiko Hara aufnehmen, werden wir das tun.“
Eine Kindheit als „unwertes Leben“ im NS-Staat
Seit 68 Jahren lebt Adolf Heine im Seniorenheim. Die Gründe dafür sind in der Biografie des 93-Jährigen zu suchen: Geboren wurde Heine am 25. September 1925 mit einer körperlichen Behinderung, lernte mit fünf Jahren laufen und besuchte auch eine Schule. Nach der Machtergreifung der Nazis galt der kleine Junge jedoch als „lebensunwert“. Die mörderischen Euthanasie-Maßnahmen der Nationalsozialisten überlebte er, obwohl auch er Misshandlungen ausgesetzt war. Nach dem Krieg fand er im „Heim Haarenhof“, dem Seniorenzentrum Haarentor am Schützenweg, eine neue Heimat.
Alhambra-Durchsuchung führt zu Krawall in Innenstadt
Am Ende standen gegenseitige Vorwürfe, wer mehr hätte deeskalieren müssen – und sechs Verletzte: Bei einer nicht angemeldeten Demonstration in der Oldenburger Innenstadt waren am Abend des 25. Mai einige Teilnehmer der „wütenden Demo“ und die Polizei aneinandergeraten, Pfefferspray wurde eingesetzt. Hintergrund der spontanen Veranstaltung war die Durchsuchung des sogenannten „selbstverwalteten Aktions- und Kommunikationszentrums“ Alhambra in Oldenburg einen Tag vorher. Dabei ging es um verbotene Fahnen mit PKK-Bezug, die bei einer Demo am 1. Mai gezeigt worden waren. Gefunden wurde laut Alhambra „eine an die YPG angelehnte, selbst genähte Flagge“. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten sich dazu nicht äußern.
