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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Neue Ermittlungen auf Malta

12.01.2018

Oldenburg /Valletta Auf Malta wird die Akte Mike Mansholt wieder geöffnet: Die Generalstaatsanwaltschaft in der Hauptstadt Valletta hat den Magistrat als zuständige Behörde angewiesen, neue Ermittlungen in dem mysteriösen Todesfall anzustellen. Unter anderem sollen die Gerichtsmediziner, die den Leichnam des 17-jährigen Oldenburgers untersucht haben, unter Eid vernommen werden.

Hintergrund-Reportage: Spurensuche auf Malta - Wie starb Mike Mansholt wirklich?

Mike Mansholt war im Sommer 2016 auf Malta zunächst vermisst und wenige Tage später in den Dingli-Klippen tot aufgefunden worden. Die Behörden gingen schnell von einem Absturz aus, obwohl verschiedene Anzeichen dagegen sprachen: So passten weder der Fundort der Leiche noch das Fehlen von Knochenbrüchen zur Unfalltheorie.

Das größte Rätsel aber gaben Mikes verschwundene Organe auf: Bei einer zweiten Obduktion in Deutschland stellten die Gerichtsmediziner fest, dass dem Leichnam unter anderem Herz, Lungen, Leber und andere innere Organe fehlten. Auf Nachfrage von Mikes Vater Bernd hieß es auf Malta, Tiere hätten die Organe gefressen. Das aber schlossen die deutschen Gerichtsmediziner aus. Nicht zuletzt wegen der fehlenden Organe war die genaue Todesursache Mikes nicht feststellbar.

Trotz der Ungereimtheiten stoppten die Ermittlungen auf der Insel. Erst seit einer gemeinsamen Recherchereise von Bernd Mansholt und NWZ im November 2017 ist wieder Bewegung in den Fall gekommen. Nachdem die NWZ-Dokumentation „Was geschah mit Mike Mansholt?“ auf Englisch übersetzt wurde, berichteten auch maltesische Zeitungen und Online-Medien kritisch über das Thema. Auch die Bittgesuche und Anträge von Bernd Mansholt, den Fall weiter zu verfolgen, finden endlich Gehör, wie die aktuelle Entscheidung der Generalstaatsanwaltschaft zeigt.

Bei den neuen Ermittlungen soll es vor allem um die Fragen gehen, was mit Mikes Organen geschah und ob die maltesischen Gerichtsmediziner möglicherweise falsche Angaben gemacht haben. Bernd Mansholt hat über seine Anwälte in Valletta beantragt, in der Sache auch die deutschen Gerichtsmediziner als Zeugen anzuhören.

Fast zeitgleich mit der Entscheidung der Generalstaatsanwaltschaft hat das maltesische Polizei-Hauptquartier eine knapp zwei Monate alte Presseanfrage der NWZ beantwortet. Darin heißt es: Der Fall Mike Mansholt sei abgeschlossen, man gehe von einem natürlichen Tod aus.

Karsten Krogmann Redakteur / Reportage-Redaktion
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