Oldenburg/Valletta - Fast zwei Jahre nach dem mysteriösen Tod des 17-jährigen Mike Mansholt auf Malta hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg ihre Ermittlungen in dem Fall eingestellt. Zwar gebe es „einige Ungereimtheiten“, räumt der stellvertretende Leiter der Behörde, Thomas Sander, in einem Schreiben an die Familie ein, aber: „Keine der nach wie vor offenen Fragen gestattet den Verdacht, dass Mike Mansholt durch fremde Hand zu Tode gekommen ist.“ Die Staatsanwaltschaft hatte gegen Unbekannt wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt.

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Der 17-jährige Oldenburger war im Sommer 2016 nach einer Mountainbike-Tour auf Malta zunächst vermisst und wenige Tage später in den Dingli-Klippen tot aufgefunden worden. Die örtlichen Behörden gingen schnell von einem Unfall aus, obwohl es viele offene Fragen und Zweifel gab: So schienen Fundort und Zustand der Leiche nicht zu der Absturztheorie zu passen, außerdem fehlten einige persönliche Gegenstände des Jungen.

Das größte Rätsel aber gaben Mikes verschwundenen Organe auf: Bei einer zweiten Obduktion in Deutschland stellten die Gerichtsmediziner fest, dass dem Leichnam unter anderem Herz, Lunge, Leber und weitere innere Organe fehlten.

Die Einstellung des Ermittlungsverfahrens hängt damit zusammen, dass den deutschen Behörden und Mikes Familie jetzt endlich die maltesischen Ermittlungsakten vorliegen – nach fast zwei Jahren des Wartens.

Erleichtert zeigt sich Mikes Vater, Bernd Mansholt, der von einem „Abschluss“ spricht: „Es sind zwar noch Fragen offen, aber die sind nicht substanziell. Mir fehlen einige Teile des Puzzles – ich kann aber das Bild erkennen.“