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Straftat Mann wird an Haltestelle verprügelt und angezündet

Oldenburg/Wiefelstede - Oldenburg ist fassungslos: Ein 53-jähriger Wiefelsteder hat am späten Donnerstagabend einen Mann an einer Bushaltestelle verprügelt, mit einer Flüssigkeit übergossen und angezündet. Das Opfer hat dabei lebensgefährliche Verletzungen davongetragen und wird derzeit in einem Krankenhaus behandelt.

Die Tat

Laut Angaben der Polizei hat sich die Tat um 22.54 Uhr an der Poststraße in Oldenburg ereignet. Der Täter soll an der Bushaltestelle in der Nähe des Schlossplatzes eine 34-jährige Frau angesprochen haben, die mit ihrer Tochter auf einen Bus gewartet hat. Ein 66-jähriger Oldenburger soll kurz darauf dazwischengegangen sein, was zu einem verbalen Streit zwischen den Männern geführt hat.

Im Laufe dieses Streits hat der Wiefelsteder den 66-Jährigen zunächst mehrfach geschlagen und auch getreten. Anschließend hat der 53-Jährige eine Flüssigkeit auf das Opfer geschüttet und diese mit einem Feuerzeug angezündet.

Erste Hilfe

Zeugen, die die Tat beobachtet hatten, kamen daraufhin dem Oldenburger zu Hilfe und löschten das Feuer. Die Verletzungen des 66-Jährigen an Oberkörper, Gesicht und den inneren Atemwegen stellten sich aber trotz des schnellen Eingreifens als lebensgefährlich heraus, weshalb der Rettungsdienst den Mann in ein Krankenhaus brachte.

Das Motiv

„Zu den Hintergründen der Tat können Staatsanwaltschaft und Polizei Oldenburg derzeit keine weiteren Angaben machen“, sagt die Polizei. Auch zu der Frage, warum der Täter mit den beiden Frauen gesprochen hat und warum das spätere Opfer sich eingemischt hat, konnte die Polizei im Gespräch mit unserer Redaktion am Freitag noch keine Antwort geben.

Der Täter

Über den Täter selbst ist bisher lediglich bekannt, dass es sich um einen 53 Jahre alten Mann aus der Gemeinde Wiefelstede (Landkreis Ammerland) handelt. Die Polizei, die nur wenige Minuten nach Eingang des Notrufs mit mehreren Einsatzwagen vor Ort war, konnte ihn noch am Tatort antreffen.

Der Mann habe sich auffällig verhalten, sodass sich die Beamten am Einsatzort dazu entschlossen haben, einen Arzt zu rufen. Nach Absprache mit diesem Arzt und einem Mitarbeiter der Stadt Oldenburg wurde der Täter schließlich in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht. Der Polizeieinsatz hat insgesamt eineinhalb Stunden gedauert.

Die Ermittlungen

Der Zentrale Kriminaldienst der Polizei Oldenburg hat Ermittlungen gegen den 53-jährigen Wiefelsteder wegen versuchten Mordes aufgenommen. Momentan werden Zeugen befragt und vernommen sowie Spuren vom Tatort gesichert und ausgewertet. Sowohl das Opfer als auch der Täter sind nicht vernehmungsfähig.

Die Reaktionen

Die Berichterstattung zur Tat löste viele Leser-Reaktionen in den sozialen Medien aus, die sich größtenteils fassungslos zeigten.

Wolfgang Alexander Meyer
Wolfgang Alexander Meyer Redaktion Oldenburg
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