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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Zähes Ringen um offene Jade-Port-Rechnungen

26.09.2018

Oldenburg /Wilhelmshaven Während die Experten der Landesregierung in Hannover bereits die nächste Ausbaustufe des Wilhelmshavener Containerhafens Jade-Weser-Port ins Visier genommen haben, ringen in Oldenburg vor dem Landgericht Juristen und Baufachleute um die Bezahlung der noch offenen Rechnungen für den 2012 in Betrieb genommenen Tiefwasserhafen.

Das 480-Millionen-Euro-Projekt ist etwa 50 Millionen Euro teurer geworden – und das lag zum großen Teil an einer zunächst fehlerhaften Auftragsvergabe.

Preise gestiegen

Erst mit einem Jahr Verspätung hatte die von der Papenburger Bauunternehmung Bunte geführte Arbeitsgemeinschaft den Zuschlag für das Großprojekt erhalten – und in diesem Jahr waren die Stahlpreise erheblich gestiegen, so dass die ursprünglich im Bunte-Angebot kalkulierten Kosten nicht mehr zu halten waren.

Auf einem Erörterungstermin vor dem Landgericht wurde jetzt mit einem Gutachter über die tatsächlich verbrauchten und eingesparten Stahlmengen sowie die Vergleichbarkeit verschiedener Bauverfahren diskutiert.

Im nächsten Frühjahr sollen in dem seit 2010 laufenden Verfahren erstmals alle noch offenen Forderungen der Bau-Arbeitsgemeinschaft besprochen werden. Dann soll auch festgelegt werden, ob ein weiterer Sachverständiger beauftragt werden kann, um die unterschiedlichen Preisvorstellungen zu überprüfen. Immerhin geht es um Forderungen im hohen zweistelligen Millionenbereich.

Zwei Richterwechsel

Nachdem der Prozess in den vergangenen Jahren auch wegen der komplizierten Gutachterfragen nur langsam vorankam, hoffen die Verfahrensbeteiligten nun auf mehr Tempo. Nach zwei Richterwechseln liegt der Prozess nun bei dem neuen Vorsitzenden Richter Alexander Wiebe, der in seiner Verhandlungsführung erkennen ließ, dass er sich bereits tief in die komplizierte Materie eingearbeitet hat.

Vielleicht gelingt es dem neuen Richter, die streitenden Parteien zu einem Vergleich in dem langwierigen Verfahren zu bewegen. Ansonsten sei zu befürchten, so Wiebe, „dass Sie in dieser Sache noch in zehn Jahren hier sitzen“.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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