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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Mit Drohnen im Einsatz

19.07.2019

Oldenburger Land /Harburg Polizei und Feuerwehr in Niedersachsen greifen bei ihrer Arbeit zunehmend auf Drohnen zurück. Die Drohneneinheit der Kreisfeuerwehr des Landkreises Cloppenburg sei bis Juli mit 25 Einsätzen bereits fast so häufig ausgerückt wie im gesamten Vorjahr, sagt der Zugführer der zuständigen Einheit, Markus Hedemann.

Auch Rettungskräfte in anderen Landkreisen nutzten zunehmend Drohnen. Die niedersächsische Polizei hatte im März im Landkreis Harburg ein Drohnenprojekt gestartet, um über mögliche Neuanschaffungen zu entscheiden. „Erste Erfahrungen sind durchaus positiv“, sagt der Harburger Polizeisprecher Jan Krüger.

Zum Einsatz kommen die Drohnen etwa bei Suchaktionen. „Sie sind ein super Hilfsmittel“, sagt Feuerwehrmann Hedemann gegenüber der NWZ. In einer halben Stunde könne ein Feld von zehn Hektar abgesucht werden. „Das schaffe ich mit einem Fußtrupp nicht.“

Auch zur Lageerkundung bei größeren Bränden können Drohnen hilfreich sein. „Gerade bei größeren Gebäuden oder Industrieanlagen ist wichtig: Wo sind Zufahrtswege, wie ist die Ausbreitung des Brandes“, erklärt Hedemann, der bei der Freiwilligen Feuerwehr Garrel und der Berufsfeuerwehr Oldenburg tätig ist. Mittels Wärmebildkamera könne überprüft werden, ob nach dem Löschen des Brandes Glutnester übrig geblieben sind.

Nach Hedemanns Erfahrungen nutzen immer mehr Feuerwehren die Vorteile von Drohnen. Unter anderem in den Landkreisen Oldenburg, Vechta, Wesermarsch oder Ammerland seien Drohneneinheiten zurzeit im Aufbau oder bereits im Einsatz. „Die Zahlen werden weiter zunehmen, auch weil Drohnen immer günstiger werden“, sagt Hedemann.

Die Kreisfeuerwehr hat 2015 angefangen, Drohnen einzusetzen, besitzt insgesamt sechs Geräte. „Wir haben drei Übungsdrohnen, die 200 bis 250 Euro kosten und dazu drei Einsatzdrohnen. Die beiden kleineren haben jeweils 1500 Euro und die große Drohne, die zusätzlich mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist, hat knapp 10 000 Euro gekostet.“ Moderne, gut ausgestattete Drohnen mit Zoomkamera und integriertem Wärmebild würden bis zu 25 000 Euro kosten.

Dürfen die Feuerwehrleute die Drohnen einfach so fliegen? „Grundsätzlich gibt es seit 2007 eine neue Drohnenverordnung mit vielen Richtlinien und Anordnungen“, sagt Hedemann. Aber: „Solange es der Erfüllung der Aufgabe dient, sind wir von den vielen Regelungen überwiegend befreit.“ Dennoch absolvieren alle Piloten eine spezielle Schulung. Aktuell hat die Kreisfeuerwehr 15 ausgebildete Einsatzpiloten.

Doch es gibt Grenzen. Starkregen, extreme Temperaturen oder Wind würden die Drohnen an ihre Grenzen stoßen lassen, sagt der Feuerwehrmann. Auch Funkmasten würden die Geräte behindern. Und: „Bemannter Flug hat immer Vorrang.“

Ellen Kranz Redakteurin / Regionalredaktion
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