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Oldenburger Land: Mädchenmörder Ronny Rieken bleibt in Haft

21.03.2012

OLDENBURGER LAND Der zweifache Mädchenmörder Ronny Rieken kann nicht auf Bewährung hoffen. Nach Beschluss des Landgerichts Lüneburg soll er bis mindestens 2021 hinter Gittern bleiben.

Das Gericht lehnte eine vorzeitige Entlassung des 1998 zu lebenslanger Haft verurteilten Sexualverbrechers ab und setzte wegen der Schwere der Schuld eine Mindesthaftdauer von 23 Jahren fest. Rieken, der in der Haft einen anderen Namen angenommen hat, habe seine Taten und die dafür verantwortlichen Persönlichkeitsdefizite nicht aufgearbeitet, hieß es zur Begründung am Dienstag. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig.

Der ehemalige Binnenschiffer hatte 1996 die 13-jährige Ulrike Everts im Ipweger Moor (Kreis Ammerland) und 1998 die elfjährige Christina Nytsch aus Strücklingen (Kreis Cloppenburg) entführt, vergewaltigt und erdrosselt. Damals fand der größte Massen-Gentest in der Kriminalgeschichte statt. Am 10. April 1998 gab Ronny Rieken eine Speichelprobe ab und wurde so überführt.

Wie das Gericht erklärte, werde 2021 erneut geprüft, ob eine Strafaussetzung zur Bewährung in Betracht kommt oder ob Rieken weitere Jahre in Haft bleiben wird. Bereits im Sommer 2010 hatte es Gerüchte gegeben, nach denen Rieken entlassen werden und zurück nach Elisabethfehn kommen sollte.

Im Prozess hatte Rieken damals außer den Morden zwei weitere schwere Sexualstraftaten an einem acht Jahre alten Mädchen und an einer Neunjährigen gestanden. Er gab außerdem die Vorbereitung mehrerer gleichartiger Verbrechen an Mädchen zu und gestand nachträglich die Vergewaltigung einer 15-Jährigen im Jahr 1987.

Für Wirbel hatte damals gesorgt, dass der 1989 bereits wegen Vergewaltigung der eigenen Schwester verurteilte Rieken nach einer positiven Prognose eines Gutachters 1993 vorzeitig aus der Haft entlassen wurde.

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