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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Immer mehr Unfallfahrer hauen einfach ab

11.08.2017

Oldenburger Land Außenspiegel ab, Kratzer in der Tür, Rücklicht kaputt. Der Schaden am Auto ist meist eher klein, der Ärger aber riesengroß, wenn sich der Schuldige aus dem Staub macht. So wie jetzt in Ganderkesee (Kreis Oldenburg), wo es beim Vorbeifahren zu einer Berührung zweier Fahrzeuge kam. Am Auto einer 31-Jährigen entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 1000 Euro. Der Fahrer oder die Fahrerin eines Bullis, der in den Zusammenstoß verwickelt war, verließ die Unfallstelle, ohne sich um den Schaden zu kümmern.

Kein Einzelfall. Unfälle mit Fahrerflucht sind längst ein Massendelikt, ein Dauerproblem und nehmen aus Sicht mancher Polizeipräsidien in Großstädten sogar zu. Die Bandbreite dabei ist riesig: Kleinere Blechschäden machen den Löwenanteil der Fahrerflucht-Unfälle aus, mit denen es die Polizei zu tun hat.

Im Bereich der Polizeidirektion Oldenburg ist die Zahl der Verkehrsunfallfluchten im vergangenen Jahr auf den Rekordwert von 9190 gestiegen. Dabei hat sich die Zahl derjenigen, die sich nach einem Unfall einfach aus dem Staub machen, kontinuierlich erhöht (2015: 8793, 2014: 8322, 2013: 8289, 2012: 8186). Im Jahr 2007 hatte die Zahl der Fahrerfluchten im Bezirk der Oldenburger Polizeidirektion laut Sprecherin Ulrike Lünsmann sogar noch bei 7295 gelegen.

Im vergangenen Jahr wurden 3786 Verkehrsunfallfluchten aufgeklärt. Das entspricht einer Aufklärungsquote von 41,2 Prozent.

Mit einer im März gestarteten Präventionskampagne will die Landesverkehrswacht in Zusammenarbeit mit der Polizei die auch landesweit gestiegene Zahl dieser Straftaten eindämmen.

Mit Tipps zum richtigen Verhalten nach einem Unfall und dem Slogan „Bleiben sie lieber fair – wählen Sie 110“ wird darauf hingewiesen, dass man bei einer Verkehrsunfallflucht eine Straftat begeht. Die Folge kann eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, eine Geldstrafe, der Führerscheinentzug und Punkte in Flensburg sein.