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NWZonline.de Region

So wütete „Herwart“ in der Region

30.10.2017

Oldenburger Land An der Küste hatte der Deutsche Wetterdienst den Sturm mit der zweithöchsten Warnstufe versehen. Erst gegen Mittag beruhigte sich die Wetterlage.

In Sehestedt starb ein 63-Jähriger Camper aus NRW, der mit seinem Bruder in einem Campingwagen übernachtet hatte. Die Männer hätten ein großes Warnschild mit der Aufschrift „Überflutungsgebiet“ ignoriert, sagte ein Polizeisprecher. Nachts wurden die beiden gegen 4.30 Uhr vom Wasser überrascht.

Der 63-Jährige konnte erst einige Stunden später mithilfe eines Marinehubschraubers tot geborgen werden. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) meldete am Morgen an vielen Orten eine schwere Sturmflut, die Wasserstände lagen teils mehr als zwei Meter höher als normal – unter anderem in Wilhelmshaven, Bremerhaven und Emden.

Die schwere Sturmflut hat auf Wangerooge besonders teuren Schaden verursacht. Dort haben die Wassermassen den Strand fast komplett weggespült. Der Sand am Bade- und Burgenstrand sei zu 80 Prozent verschwunden, sagte Insel-Bürgermeister Dirk Lindner (parteilos). Wegen der meterhohen Abbruchkante seien zwei Strandübergänge gesperrt. Den Bade- und Burgenstrand habe die Gemeinde vom Bund gepachtet und müsse jetzt auch für die Kosten aufkommen, wieder Sand aufzuschütten.Umgekippte Bäume legten auch nach diesem Sturm wieder den Straßen- und Bahnverkehr lahm.

Die Bahnunternehmen stellten den Bahnverkehr am Sonntag teils schon vorsorglich ein. Aufgrund der Wetterlage sei es aber nicht überall möglich gewesen, Busse für den Ersatzverkehr bereitzustellen. Am Sonntag Nachmittag waren einige Strecken wieder unregelmäßig befahrbar. Am Montag sollen die Hauptstrecken ebenfalls wieder frei gegeben werden können, so die Bahn. Zu spät für Werder-Fans: Sie mussten sich gestern kurzfristig andere Wege zum Heimspiel suchen. Viele nahmen kurzerhand ein Taxi.

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Sharon Beatty
Redakteurin
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2051

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NLWKN | Bund | Freiwillige Feuerwehr Emstek

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