• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Unwetter Im Nordwesten: Wütender Xavier hinterlässt Millionenschäden

07.10.2017

Oldenburger Land Es ist 11.42 Uhr am Donnerstag. In wenigen Stunden wird Sturm Xavier die gesamte Region fest im Griff – und am Ende einen Millionenschaden verursacht haben. Doch bisher weht allenfalls ein laues Lüftchen. Ein Baum im Kreis Ammerland sei abgeknickt, heißt es in der Meldung um zwanzig vor zwölf. Zehn Minuten später noch einer, diesmal im Kreis Cloppenburg. Nichts Ungewöhnliches, wenn es mal etwas stürmt.

„Ab 12.02 Uhr überschlugen sich dann die Ereignisse“, sagt Werner Hülskamp, stellvertretender Leiter der Großleitstelle. Allein von 12 bis 13 Uhr wurden 415 Einsätze ausgelöst. 2011 Einsätze sind es schließlich geworden. So viel, wie nie ein Wetterereignis zuvor in der vor fünf Jahren eingerichteten Großleitstelle ausgelöst hat. Xaver brachte es 2013 auf 751 Einsätze, Niklas im März 2015 auf 1321 und Christian im Oktober 2015 auf 635 Einsätze.

Besonders häufig war die Feuerwehr in der Stadt Oldenburg im Einsatz: stolze 275 Einsätze hat die Leitstelle ausgelöst, in Delmenhorst rückten die Wehrleute 139 Mal aus, in Bad Zwischenahn 74 Mal, in Cloppenburg, Edewecht und Ganderkesee jeweils 63 Mal. Doch vermutlich sind es sogar noch mehr Hilferufe gewesen. Die Leitstelle war zeitweise gar nicht mehr in der Lage, alle Anrufe anzunehmen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Bei den Landkreises stehen die Oldenburger an der traurigen Spitze: 337 Einsätze hat es während des Sturms gegeben. Im Landkreis Wesermarsch waren es mit 157 die wenigsten in der Region.

„Im Gegensatz zu den anderen Stürmen war der plötzlich rapide Anstieg der Einsätze von einem Stundenintervall zum anderen um fast 370 Einsätze außergewöhnlich. Dadurch konnte vermutlich eine Großzahl von Anrufen im ersten Anlauf gar nicht entgegen genommen werden“, sagt Hülskamp.

Am Tag nach dem Sturm stehen die Telefone auch bei den Versicherungen nicht still. „Bei uns sind innerhalb weniger Stunden bereits über 1000 Schadenmeldungen eingegangen. Darunter sind auch große Gebäudeschäden, bei denen dicke Bäume erhebliche Schäden verursachten. Wir rechnen noch mit vielen weiteren Meldungen und einem Gesamtaufwand von mehreren Millionen Euro“, sagt Werner Korfhage von der „Öffentliche Versicherungen“ Oldenburg. Es dürfte dauern, bis alle Schäden beseitig worden sind.

Auch auf den Gleisen sorgen abgeknickte und entwurzelte Bäume weiterhin für Behinderungen. Wenn es ganz schlecht läuft, dann wird der Bahnverkehr in der Region noch über den Mittwoch hinaus gestört sein. „Wir haben alles draußen, was eine Säge halten kann“, sagt ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage. Versprechen will er aber nichts. Dafür liege einfach zu viel Holz auf den Gleisen.

Tobias Schwerdtfeger Leitung / Regionalredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2050
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.