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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Orkan-Tief „Xavier“ wütet in der Region

06.10.2017

Oldenburger Land Umgestürzte Bäume, Äste auf den Straßen und ein stillstehender Bahnverkehr: Das Orkan-Tief „Xavier“ hat im Oldenburger Land erheblichen Schaden angerichtet.

Am Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven kippte ein 1400 Tonnen schwerer Kran durch den Sturm ins Hafenbecken. Ein Schwimmkran machte sich auch im Bremerhavener Fischereihafen selbstständig – er wurde durch den Sturm losgerissen. Der Kran rammte zunächst einen Fischtrawler und anschließend eine ganz in der Nähe liegende Megayacht. Das Luxusschiff, das für einen reichen Geschäftsmann aus Neuseeland gebaut wird, liegt schon seit Monaten komplett verhüllt an der Labradorkaje. Zur Schadenshöhe wurden keine Angaben gemacht.

In den Landkreisen Cloppenburg und Vechta kam es bereits ab dem frühen Nachmittag zu erheblichen Verkehrsbehinderungen durch orkanartige Böen und Regen – aus Cloppenburg meldet die Polizei drei Leichtverletzte und ein dutzend Verkehrsunfälle. Es wurden diverse Bäume entwurzelt, Äste brachen ab, so die Polizei. Die Hölzer versperrten Straßen und Wege. Auch die Bahnstrecken wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die Höhe der entstanden Sachschäden können ebenfalls noch nicht beziffert werden.

Ein umgestürzter Baum sorgte bereits vor der Einstellung des Bahnverkehrs in Niedersachsen auf der Strecke zwischen Sande und Varel für eine Unterbrechung des Zugverkehrs. Wie die Bundespolizei auf NWZ-Anfrage mitteilte, musste die Feuerwehr zahlreiche Äste aus dem Gleis entfernen. Verkehrsbehinderungen gab es am frühen Nachmittag vor allem auf der Bundesstraße 437. In Friedeburg und Borgstede stürzten teilweise dicke Eichen auf die Fahrbahn. Es kam zu Staus. Vor dem Schloss Neuenburg stürzte ein über 100 Jahre alter Baum um. Dabei blieb das historische Gebäude unbeschädigt.

Keine umfallenden Bäume, sondern zu viel Wasser machte den Einsatzkräften in Dangast das Leben schwer, dort hieß es Land unter. Ein Campingplatz wurde dort überschwemmt, auf dem noch zahlreiche Wohnwagen standen. Gleich fünf geparkte Autos wurden auf dem Parkplatz an den Delmenhorster Graftwiesen unter umgestürzten Autos begraben. Einer umgefallenen Birke fiel ebenfalls in der Stadt an der Delme eine Bushaltestelle vor dem Stadion zum Opfer.

Im Sekundentakt fielen ab dem Mittag die Bäume im Allerand, darunter auch auf Häuser und Autos. Bei Apen wurde die Oberleitung der Bahn schwer beschädigt. Zwei Regionalzüge blieben samt Fahrgästen stecken. Die Reisenden mussten mit Bussen weitertransportiert werden.

Im Landkreis Oldenburg meldete die Feuerwehr Hunderte von Einsätzen. Besonders stark traf es die Samtgemeinde Harpstedt. In Dünsen kippten vier dicke Eichen auf ein Wohnhaus, im Flecken Harpstedt selbst wurde ein unbewohntes Gebäude samt darin befindlichem Pkw zerstört. Massive Schäden gab es auch an der Begegnungsstätte von Harpstedt. Insgesamt über 1600 Einsätze verzeichneten die Retter am späten Donnerstagnachmittag.

-> Mehr Bilder vom Sturm, seite 19

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